Chartanalyse Sixt: Der Autovermieter stellt die strategischen Weichen für zukünftiges Wachstum!

Hallo Trader und Investoren, 

heute möchte ich euch ein Update zur Aktie von Sixt geben. Der Autovermieter ist mit 3,15 Mrd. EUR an der Börse bewertet.

Über Sixt habe ich hier auf aktien-mag bereits einige Male berichtet. Am 18.06. ging es um die neuen Abo-Angebote des Mobilitätsdienstleisters.

Umsatzeinbruch und Kostensenkung

Im ersten Halbjahr brach der Umsatz von Sixt um 37 % auf 717 Mio. EUR ein. Das Unternehmen verbuchte einen Verlust von 123 Mio. EUR vor Steuern, nach einem Vorsteuergewinn von 113 Mio. EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Mit Kurzarbeit konnte Sixt im zweiten Quartal 40 Prozent der Personalkosten sparen. Die Vermietflotte wurde stark verkleinert, die Flottenkosten im zweiten Quartal konnten sogar halbiert werden.

Hertz meldete in den USA Insolvenz an und arbeitet unter Gläubigerschutz weiter. Avis-Budget und Europcar verkleinerten ihre Flotten noch stärker als Sixt. Deren Umsätze brachen um mehr als 40% ein und sie machten noch höhere Verluste. Avis-Budget wies für das erste Halbjahr ein Minus von 639 Mio. USD aus, Europcar einen Verlust von 286 Mio. USD.

Im Gegensatz zu den Konkurrenten ist Sixt solide finanziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 24 Prozent, Barreserven sind in Höhe von 800 Mio. EUR vorhanden und ein nicht in Anspruch genommener KfW-Kredit von bis zu 1,5 Mrd. EUR steht bereit. Damit kann Sixt wieder durchstarten, sobald die Nachfrage anspringt.

Zukauf in den USA

Sixt hat die Corona-Krise besser überstanden als die Konkurrenz. Die Pullacher nutzten die Gunst der Stunde und kauften in den USA zum Schnäppchenpreis zehn Flughafen-Stationen von dem insolventen Autovermieter Advantage Rent a Car. Diese zehn Standorte sind mit 3,4 Mrd. USD Marktvolumen eine halbe Milliarde größer als der gesamte deutsche Vermietmarkt, teilte Vorstandschef Erich Sixt mit. Unter den Flughafen-Stationen befinden sich unter anderem New York, Houston und Las Vegas.

Zwischen April und Juni ist das Geschäft an den großen Flughäfen praktisch null gewesen, und auch jetzt "ist es noch ziemlich traurig", sagte der Konzernchef. Mit den Flughafenstandorten erwirtschaftet Sixt normalerweise 40 Prozent seines Umsatzes.

In den Urlaubszielen wie Mallorca, Côte d'Azur und Sardinien waren die Mietautos fast ausgebucht, Sixt hat dort die Preise erhöht. Auch in den Stadtbüros in Deutschland und den USA geht die Nachfrage teilweise in Richtung Vorjahresniveau. Für Automieter werden sich die Mietpreise wohl durch die Lage der Wettbewerber erhöhen.

Volkswagen Beteiligung

Der Autobauer VW erwägt einem Bericht des "Manager Magazin" zufolge einen Einstieg bei Sixt. Es ist die Rede davon, dass VW einen Anteil von rund 15 Prozent plane, gesplittet in Stamm- und Vorzugsaktien. Sixt soll eine Kapitalerhöhung vorbereiten. Die Familie Sixt hält die Mehrheit der Stimmrechte und wird wohl auch keine Anteile davon abgeben.

Aktien Qualitätscheck

Im Qualitätscheck auf aktie.traderfox.com  erhält Sixt 11 von 15 möglichen Punkten.

Der Mobilitäts-Spezialist weist ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 12,98% in den letzten 5 Jahren, sowie ein EPS-Wachstum von 16,86% aus. Die Aktie legte im Durchschnitt der letzten 10 Jahre um 20,15% jährlich zu.

Fazit

Sixt kassierte ein verheerendes Ergebnis. Aber es hätte noch viel schlimmer kommen können, wie man an seinen Wettbewerbern sehen kann. Wesentlich für den Anzug des Autovermietgeschäftes ist es, wann Geschäftsreisende und Touristen wieder fliegen werden. Sixt hat sich für die Zukunft bereits positioniert.

Sehen wir uns nun den Tageschart von Sixt (SIX2) an:

Sixt zeigt im schwachen Gesamtmarktumfeld relative Stärke. Die Aktie befindet sich über der 50-Tageline und bewegt sich unter hohem Volumen nach oben. Ein Einstieg würde sich bei einem Rücksetzer in den Kursbereich bei 80 EUR anbieten. Damit ich über diesen möglichen Pullback sofort informiert werde, habe ich mir bei rund 80 EUR einen Alarm direkt in den Chart gelegt.

Das TraderFox System informiert mich zuverlässig in Echtzeit per Push Notifications am Handy oder per E-Mail, sollte die Alarmlinie durchbrochen werden.

Liebe Trader und Investoren, ich wünsche euch noch viele erfolgreiche Trades und Investments.

Bis zur nächsten spannenden Story,

Wolfgang Zussner

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