Rational – Korrektur bietet gute Kaufgelegenheit beim Großküchenausstatter

Wie heißt es immer so schön: Kaufe Aktien, bei denen du das Geschäftsmodell auch verstehst! Am besten sind das dann auch noch Unternehmen, die man im Alltag selbst benutzt. Selbst benutzen werden die wenigsten die Produkte von Rational – es sei denn man ist Profikoch in einem Restaurant oder in einer Großküche oder Kantine. Verstehen kann man das Geschäftsmodell von Rational aber ohne großes Fachwissen. Essen muss in Restaurants oder Großküchen für viele hungrige Gäste in einer knappen Zeitspanne auf den Tisch. Und Rational hat mit den Dampfgarern und Kombidämpfern die Großküchen rund um den Globus erobert. Wenn es um die thermische Speisenzubereitung geht, dann führt bei Garen, Braten und Grillen auf engstem Raum kein Weg an den Produkten der Bayern vorbei. Auch wenn man also nicht selbst mit den Produkten von Rational täglich arbeitet, ist die Chance dennoch groß, dass die Geräte irgendwo für einen im Einsatz sind.

Rational verdient seit Jahren gut mit der anhaltend hohen Nachfrage nach den Dämpfern. So gut sogar, dass der Konzern laut Börse Online seit Jahren eine operative Marge von über 25 % erzielt. Wachstumsstark sei der Konzern derzeit insbesondere in Asien und den USA. Dort erobere Rational in erster Linie mit dem erst 2016 auf den Markt gebrachten kleinsten Kombidämpfer XS die Küchen von Hotels, Restaurants, Imbissbuden oder Tankstellen. Auch in Bäckereien oder Snackbars erfreue sich der kleine XS-Helfer großer Beliebtheit.

In den USA laufe das Geschäft so gut, dass es immer wieder Spekulationen um einen Aufbau eines eigenen Produktionsstandortes vor Ort gebe. Doch Finanzchef Axel Kaufmann sehe noch keinen konkreten Handlungsbedarf diesbezüglich. Erst einmal freue man sich bei Rational über die erfolgreiche Integration der Tochter Frima, die am Produktionsstandort im Elsass die beliebten VarioCooking Center herstelle. Noch im vergangenen Jahr habe man diese Produkte unter einer Doppelmarkenstrategie vertrieben. Damit sei jetzt Schluss.

Die laufende Korrektur an den Märkten biete eine gute Einstiegsgelegenheit bei der Dauerläufer-Aktie, die zuletzt im Sommer aber zu schnell auf ein neues Allzeithoch bei knapp 700 Euro gestürmt sei. Auf dem Allzeithoch sei die Bewertung mit einem KGV von rund 46 einfach zu hoch gewesen. Inzwischen bekomme man den Titel mit einem Gewinnmultiple für 2019 von gut 32. Das mache die Aktie zwar immer noch nicht zu einem Schnäppchen aber deutlich attraktiver, zumal ein hoher Cashflow, ein nachhaltiges Wachstum und eine fast schuldenfreie Bilanz den Kurs absichern dürften. Börse Online rät daher mit einem Kursziel von 630 Euro zum Kauf (27 % Potenzial).

Ein Kauf ist die Aktie von Rational auch für die Experten von HSBC, der Deutschen Bank und Warburg Research. Mit einem Kursziel von 560 Euro sieht das Analysehaus Warburg Research derzeit das geringste Kurspotenzial für die Aktie. Laut Analyst Cansu Tatar seien die Wachstumsperspektiven bei dem Großküchengerätehersteller zwar weiterhin intakt. Die Bewertung der Aktie sei aber auch auf diesem Niveau noch ambitioniert.

Die britische Investmentbank HSBC hat Rational Mitte Dezember von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft, dabei allerdings das Kursziel von 620 auf 600 Euro gesenkt (22 % Potenzial). Analyst Richard Schramm nannte den Kursrutsch um rund ein Drittel eine willkommene Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Anleger. Man dürfe einfach nicht die einzigartigen Wachstumsperspektiven des Großküchenausstatters aus den Augen verlieren.

Ein Kursziel von 654 Euro sehen die Analysten um Gael de-Bray bei der Deutschen Bank für Rational (33 % Potenzial). Auch wenn das Wachstum in der Industrie womöglich bereits den Höhepunkt dieses Wachstumszyklus überschritten habe und sich auch 2019 weiter abschwächen dürfte, zähle der Großküchenausstatter Rational zu den sicheren Häfen in einer unsicheren Welt.

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Bildherkunft: Rational