Die steigenden Corona-Zahlen führen zu Unsicherheit - Dieses Unternehmen könnte ein Profiteur sein!

Liebe Leser,

die Corona-Zahlen ziehen in vielen Ländern wieder an. Dies löst Unsicherheit am Aktienmarkt aus, da Politiker das Wort "Lockdown" wieder in den Mund nehmen. Ein weiterer Lockdown, wie wir ihn im März, April und Mai gesehen haben, dürfte zu einer zweiten Crash-Welle führen. Auch wenn der Lockdown deutlich organisierter als beim ersten Mal stattfinden dürfte, ist die Wirtschaft einer großen Gefahr ausgesetzt. Dies ist logisch, wenn man bedenkt, wen der Lockdown letztendlich trifft. Kleinere Unternehmen mit relativ geringen Cash-Reserven, die sich bereits im ersten Lockdown hoch verschuldet haben (Bars, Restaurants, Reisebüros, etc.) dürften einer großen Gefahr ausgesetzt sein. Auch wenn die genannten Unternehmen nicht die Unternehmen am Aktienmarkt wiederspiegeln, stellt dies eine Gefahr dar, denn der Großteil der Bevölkerung ist Arbeitnehmer bei kleineren Unternehmen. Wenn die kleinen Unternehmen pleite gehen und somit das Einkommen für Teile der Bevölkerung wegbricht, sinken die Ausgaben für Konsum. Dies spüren wiederum größere Unternehmen, auch wenn jene die Geschäftstätigkeit während des Lockdowns aufrecht erhalten können.

Der Aktienmarkt hat einen weiteren Lockdown vermutlich nicht für möglich gehalten. Die Konsequenzen des ersten Lockdowns sind schließlich bei jedem noch in Erinnerung:

  • Knapp 20 % Arbeitslosigkeit in den USA und Kanada
  • Außerkraftsetzung des Insolvenzrechts stiftet Unsicherheit in der Wirtschaft und führt zur Insolvenzverschleppung und Zombifizierung
  • Explosion der Verschuldung von Staaten und Unternehmen
  • Etc.

Doch wofür ein weiterer Lockdown? Die Sterblichkeit bei unter 50-Jährigen liegt bei unter 0,4 %. Bezieht man in diese Kalkulation die Heinsberg-Studie ein, die die Dunkelziffer auf den Faktor 10 schätzt, liegt die Sterblichkeit bei unter 50-Jährigen bei unter 0,04 %. Simon stellt die Faktenlage zum Corona-Virus und seinen Ausblick für den Aktienmarkt in diesem Video dar. Für ältere Menschen ist die Gefahr durch den Corona-Virus, vor allem für ältere Menschen mit Vorerkrankungen, deutlich größer. Fakt ist jedoch: Ein weiterer Lockdown, der auch junge Menschen ohne Vorerkrankungen von der Arbeit abhält, dürfte weitreichende ökonomische Konsequenzen haben. 

Die Unsicherheit darüber, wie die Politiker letztendlich auf die Herausforderungen durch den Corona-Virus reagieren und die Unsicherheit durch den US-Wahlkampf, dürften dazu führen, dass sich viele zu sicheren Häfen, wie Anleihen, Rohstoffe, Gold und Silber hingezogen führen. Gold ist bekannt für seine Eigenschaften als sicherer Hafen und Krisenwährung. Dahingehend ergibt es derzeit auch Sinn auf Goldminen-Aktien und Gold als Rohstoff zu setzen.

Eine interessante Gold-Aktie ist B2Gold. 

B2Gold - Eine Übersicht

B2Gold ist ein in Vancouver, Kanada, ansässiges Explorationsunternehmen. Das Unternehmen betreibt derzeit sechs Minen. In drei von sechs Minen wird bereits Gold produziert. Diese Minen sind in Mali, Namibia und auf den Philippinen. In Kolumbien ist das Unternehmen derzeit mit der Entwicklung einer weiteren Mine beschäftigt. In Mali und Burkina-Faso sind zwei weitere Explorations-Projekte gestartet worden.

Das Unternehmen hat einen beachtlichen Track Record hinsichtlich dem Verwalten von politischen Risiken in Minen-Gebieten. B2Gold hat bereits Minen in Chile, Russland, Südafrika und den USA betrieben. Das Management betont, dass bereits starke Beziehungen zu den Regierungen in den jeweiligen Ländern aufgebaut wurden. Das Ziel sei es einen Win-Win-Ansatz zu fahren, sodass auch das Land und die Regierung von der Gold-Förderung profitiert.

Dieser Ansatz zahlt sich aus. Seit 2012 hat sich die Gold-Förderung von B2Gold fast verachtfacht. Gleichzeitig sind die Produktionskosten von ehemals knapp 1100 USD pro Unze auf circa 800 USD pro Unze gefallen. Für das Jahr 2020 erwartet das Unternehmen Kosten in Höhe von 780-820 USD pro Unze. Außerdem erwartet das Unternehmen einen operativen Cashflow von mehr als 900 Mio. USD und einen Umsatz von 1,8 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2020. In der folgenden Grafik wird das Produktions-Profil von B2Gold im Zeitverlauf dargestellt.

Quelle: B2Gold Investor Relations

Starkes Wachstum, hohe Margen und eine grundsolide Bilanz

Heute, den 15.10.2020, hat B2Gold die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht. Das Unternehmen bestätigt die Guidance für das Gesamtjahr 2020. Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 487 Mio. USD. Dies entspricht einem Umsatzwachstum in Höhe von 57 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Goldproduktion lag bei 263,813 Unzen und damit im Rahmen der Erwartungen.

In den letzten fünf Jahren konnte B2Gold den Umsatz um durchschnittlich 18,88 % pro Jahr steigern. Der Gewinn ist im selben Zeitraum um durchschnittlich 18,35 % gestiegen. Das Unternehmen arbeitet mit einer Eigenkapitalrendite von 16,29 %. Die Nettogewinnmarge beträgt 25,39 %. Die B2Gold-Aktie hat ein KGV von 18,3 und ein KUV von 4,7.

Das Unternehmen ist unverschuldet. Die Eigenkapitalquote beträgt 74,18 %. Die Revolving Credit Facility (RCF) wurde im dritten Quartal abbezahlt. Das Unternehmen sitzt nun auf einer hohen Cash-Reserve in Höhe von 628 Mio. USD und einem RCF in Höhe von 600 Mio. USD. Die Liquiditätsposition des Unternehmens ist dementsprechend ausreichend gesichert. Der TraderFox Wachstums-Check gibt dem Unternehmen 15/15 Punkte.

Die langfristigen Gründe für einen Anstieg des Goldpreises

  1. Der Goldpreis weist eine hohe Korrelation zu den realen Zinsen auf. Sind die realen Zinsen negativ, profitiert tendenziell der Goldpreis. Da wir uns in einem Nullzins-Umfeld bewegen und die Inflation größer 0 ist, sind die Realzinsen derzeit negativ. Dies dürfte für Auftrieb beim Goldpreis sorgen.
  2. Die FED und auch die EZB wollen die Zinsen für einen langen Zeitraum bei null belassen. Außerdem wird von einer weiteren Ausweitung der Geldmenge gesprochen. Der Goldpreis korreliert mit einer steigenden Geldmenge. Das in den Wirtschaftskreislauf gebrachte Geld fließt tendenziell nicht in den Konsum, sondern in Vermögenswerte, also Aktien, Immobilien und auch Gold. 
  3. Nicht nur die Geldpolitik, sondern auch die Fiskalpolitik ist sehr expansiv. Trump macht auf Twitter ordentlich Werbung für ein neues Stimulus-Paket. Würde Biden die Wahl gewinnen, dürfte ein Klimapaket verabschiedet werden. Beide fiskalpolitische Maßnahmen zusammen haben ein Volumen von über 3 Bio. USD. Eine solch expansive Fiskalpolitik bringt meist inflationistische Tendenzen mit sich - davon profitiert der Goldpreis.
  4. In den letzten Wochen und Monaten ist der Dollar stark abgewertet. Insgesamt wird circa 80 % des Umsatzes von Gold und Silber in Dollar gehandelt. Fällt der Dollar, wertet Gold tendenziell auf.

Die kurzfristigen Gründe für einen Anstieg des Goldpreises

  1. Gold wird als sicherer Hafen betrachtet. Die Marktteilnehmer fassen das Edelmetall nicht nur als Schutz gegen Inflation auf, sondern auch als nicht korrelierten Vermögenswert, den man in Zeiten der Unsicherheit gerne im Depot hat. Am 3. November 2020 steht die US-Wahl an. Dieses Event dürfte die Börsen stark beeinflussen und stiftet schon heute Unsicherheit darüber, welche Branchen und Unternehmen profitieren werden. Der Goldpreis dürfte aufgrund dieser Unsicherheit steigen.
  2. Die Corona-Zahlen gehen derzeit wieder durch die Decke. Politiker drohen mit erneuten Lockdowns. In Tschechien, Madrid und Paris wurden die ersten Maßnahmen zur Einschränkung des Corona-Virus bereits getroffen. Gold dürfte auch in diesem Umfeld als sicherer Hafen dienen.

Unternehmensinterne Gründe, die für Auftrieb sorgen dürften

Auch wenn der Goldpreis der wichtigste Faktor für die Performance von Goldminen-Aktien ist, darf man nicht vergessen, dass es sich bei Minen-Aktien nicht um ein Investment in den Goldpreis handelt, sondern immer noch um ein Investment in ein Unternehmen. Bei B2Gold gibt es einen neuen potenziellen Katalysator, der am Ende des Jahres für Auftrieb sorgen könnte. Derzeit expandiert B2Gold. Das Unternehmen hat gerade erst einen neuen Produktionszweig bei der Fekola-Mine erschlossen. Die Expansion verläuft einen Monat schneller als geplant. Die ersten Bohrungen wurden bereits durchgeführt - mit positiven Ergebnissen. Ende des Jahres möchte das Unternehmen eine abschließende Schätzung abgeben, wie groß die Gold-Vorkommen in der Fekola-Mine sind. Wenn bis dahin der Goldpreis anzieht und die Schätzung über den Erwartungen der Marktteilnehmer liegt, dürfte dies einen Boost für die Aktie bedeuten.

Technischer Ausblick - Die Konsolidierung wurde beendet und das Hoch wird angegriffen

Der technische Ausblick der B2Gold-Aktie ist positiv. Die kurzfristige Widerstandslinie wurde nach oben hin unter erhöhtem Volumen durchbrochen und die Konsolidierung könnte damit abgeschlossen sein. Einer weiteren Aufwärtsbewegung dürfte mit einem anziehenden Goldpreis nichts im Wege stehen. Goldminen-Aktien verhalten sich oftmals anders als der Gesamtmarkt. Dahingehend könnte die B2Gold-Aktie auch als nicht korrelierte Aktie zur Portfolio-Diversifikation geeignet sein. Einer weiteren Aufwärtsbewegung dürfte in den nächsten Wochen und Monaten nichts im Wege stehen.

Verwendete Tools:

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Bildherkunft: Unsplash: Dan Dennis