Quantencomputing: Diese drei Aktien sind dabei, ein Minervini Tradingsetup auszubilden!
Quantencomputing – Die Revolution der Rechenleistung
Beim Thema Quantencomputing werden die Prinzipien der Quantenmechanik genutzt, um Informationen auf eine Weise zu verarbeiten, die klassische Computer nicht leisten können. Diese Technologie hat das Potenzial, Bereiche wie Kryptographie, Materialwissenschaften, künstliche Intelligenz und Wirkstoffforschung zu revolutionieren, indem sie komplexe Probleme löst, die für klassische Systeme unlösbar sind. Damit stellt Quantencomputing einen transformativen Sprung in der Rechenleistung dar.
Da Quantencomputer auf praktische Anwendungen zusteuern, intensiviert sich das Rennen um den Quantenvorteil. Das nächste Jahrzehnt wird wahrscheinlich bedeutende Meilensteine bringen und das Quantencomputing als Eckpfeiler technologischer Innovation positionieren.
Natürlich gibt es auch etliche Herausforderungen in dieser noch relativ jungen Branche. Hier sind u.a. Fehlerraten, Kohärenzzeiten von Qubits und Skalierbarkeit zu nennen. Des Weiteren sind die meisten Unternehmen noch Jahre von der Rentabilität entfernt. Es gilt also das hohe Wachstumspotenzial gegen Aktienvolatilität und technische Risiken abzuwägen.
D-Wave Quantum – Spezialist für Quanten-Annealing
D-Wave Quantum Inc. (QBTS) gilt als einer der profiliertesten Akteure in der aufstrebenden Branche der Quantenrechnersysteme. Das Unternehmen wurde bereits im Jahr 1999 in Kanada gegründet. Es erlangte weltweite Bekanntheit als erster Anbieter, der ein kommerziell nutzbares Quanten-Computing-System auf den Markt brachte. Im Unterschied zu vielen Wettbewerbern setzt D-Wave nicht auf universelle, gate-basierte Quantencomputer, sondern auf sogenanntes Quanten-Annealing. Dieser Ansatz ist auf Optimierungsprobleme spezialisiert, etwa in der Logistik, der Produktionsplanung oder bei komplexen Simulationsaufgaben.
Das Flaggschiffprodukt ist der Advantage-Quantencomputer. Dieser verfügt über mehr als 5.000 Qubits und ist über die cloudbasierte Leap-Plattform weltweit zugänglich, die Kunden wie Mastercard, Deloitte und Lockheed Martin bedient. D-Wave Quantum kann mehr als 130 Kunden aufweisen (darunter mehr als 75 kommerzielle Unternehmen) und hat über 200 Millionen Probleme auf seinen Advantage-Systemen verarbeitet. Neue Initiativen wie die "Leap Quantum LaunchPad" zielen darauf ab, die Unternehmensadoption zu beschleunigen.
Einnahmen erzielt D-Wave Quantum vor allem über Cloud-Zugänge zu seinen Quantenrechnern, Software-Lizenzen sowie Beratungs- und Entwicklungsleistungen für Unternehmenskunden und staatliche Einrichtungen.
Charttechnisch ist die Aktie dabei, ein sogenanntes "Low Cheat" nach Mark Minervini auszubilden (mehr zu diesem Setup siehe hier: https://aktienmagazin.de/blog/strategien/die-4-tradingtaktiken-vom-us-investing-champion-mark-minervini-im-uberblick-109817.html ). Die Volatilitätskontraktion seit Anfang November sticht besonders hervor, und würde Minervini sehr gut gefallen. Über dem Hoch vom 15. Januar bei 31,37 US-Dollar kann eine Position eröffnet werden. Es bietet sich an, diese über dem Hoch vom 22. Dezember bei 32,40 US-Dollar zu pyramidisieren.

Quelle: Wachstums-Check TraderFox
IonQ– Pionier im Bereich der "gefangenen Ionen-Technologie"
IonQ, Inc. (IONQ) ist eines der bekanntesten börsennotierten Unternehmen im noch jungen Markt für Quantencomputer. Das Unternehmen wurde 2015 aus der Forschung der University of Maryland und der Duke University heraus gegründet und ging im Jahr 2021 an die Börse.
IonQ hat sich auf "gefangene Ionen-Technologie" konzentriert. Diese Technologie bietet hohe "Gate"-Genauigkeiten (99,4 % für Zwei-Qubit-Gates auf IonQ Aria) und lange Kohärenzzeiten (10–100 Sekunden für T1). Das macht die Technologie für komplexe Quantenalgorithmen besonders geeignet. Der Fokus des Unternehmens auf Qubit-Qualität statt Quantität verbessert die Skalierbarkeit und Fehlerkorrektur.
Die Quantencomputer von IonQ, wie der 36-Qubit IonQ Forte, sind über Cloud-Plattformen wie AWS Amazon Braket, Microsoft Azure und Google Cloud zugänglich und ermöglichen Entwicklern, komplexe Probleme in Chemie, Optimierung und Kryptographie zu lösen. Das Geschäftsmodell basiert primär darauf, Rechenkapazität über diese Cloud-Plattformen anzubieten sowie Partnerschaften mit Regierungen und Forschungseinrichtungen einzugehen. Das ist entscheidend für praktische Anwendungen.
Die Aktie ist ebenfalls im Prozess, das "Low Cheat"-Setup nach Mark Minervini auszubilden. Es bietet sich an, eine erste Position über dem Hoch vom 09. Januar bei 52,63 US-Dollar zu eröffnen. Diese kann über dem Hoch vom 22. Dezember bei 55,61 US-Dollar ausgebaut werden.
Quelle: Wachstums-Check TraderFox
Rigetti Computing – Innovator bei hybriden Quantensystemen
Rigetti Computing (RGTI) zählt zu den frühen US-Unternehmen, die sich vollständig auf die Entwicklung von Quantencomputern fokussieren. Das 2013 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kalifornien ging 2022 an die Nasdaq. Ziel ist es, leistungsfähige Quantencomputer zu bauen, die langfristig Probleme lösen können, an denen klassische Rechner scheitern.
Konkret handelt es sich bei Rigetti Computing (RGTI) um einen Pionier im Full-Stack-Quantencomputing, der quanten- und klassische Systeme kombiniert. Im Zentrum des Geschäftsmodells stehen supraleitende Quantenprozessoren, die Rigetti selbst entwickelt und fertigt. Anders als viele Wettbewerber setzt das Unternehmen stark auf vertikale Integration: vom Chipdesign über die Fertigung bis hin zur eigenen Cloud-Plattform, über die Kunden Zugriff auf die Quantenrechner erhalten. Das Flagschiffprodukt ist das 84-Qubit Ankaa-3-System. Dieses existiert seit Dezember 2024 und ist über Cloud-Plattformen zugänglich. Hiermit bedient man Regierungs-, Forschungs- und Unternehmenskunden. Außerdem ist man im Besitz der ersten integrierten Fertigungsstätte für Quantengeräte. Diese produziert Multi-Chip-Quantenprozessoren, welche durch über 200 Patente gestützt sind.
Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf von Hardware sowie dem Zugang zu Rechenleistung über das Internet, dem sogenannten "Quantum Computing as a Service" bzw. Quantencomputing als Dienstleistung. Die Erlöse stammen primär aus Forschungsverträgen mit Regierungsbehörden und Kooperationen mit Unternehmen.
Das Chartbild der Aktie bildet ebenfalls aktuell das "Low Cheat"-Setup nach Mark Minervini aus. Die Volatilitätskontraktion ist bemerkenswert, und würde Minervini gut gefallen. Über dem Hoch vom 15. Januar bei 26,50 US-Dollar kann eine erste Position eröffnet werden. Diese kann über dem Hoch vom 22. Dezember bei 27,68 US-Dollar und über dem Hoch vom 04. Dezember bei 30,22 US-Dollar pyramidisiert werden.

Bildherkunft: AdobeStock_1474623575
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