Amazon streicht erneut Tausende Jobs – der radikale Umbau geht weiter
Amazon plant einen weiteren deutlichen Stellenabbau. Laut einer Meldung an die Arbeitsbehörde des US-Bundesstaats Washington sollen ab dem 28. April rund 2.200 feste Stellen wegfallen. Betroffen sind verschiedene Standorte im Bundesstaat, zusätzlich verschwinden mehr als 400 Jobs durch die Schließung einzelner Einrichtungen. Damit setzt der Konzern seinen harten Sparkurs auf der Verwaltungsebene fort.
Kumulierte Einschnitte nehmen drastische Ausmaße an
Die neuen Kürzungen kommen nicht isoliert. Bereits im Oktober hatte Amazon weltweit rund 14.000 Stellen gestrichen, erst vor wenigen Tagen folgte die Ankündigung von weiteren 16.000 Entlassungen im Corporate-Bereich. Insgesamt summieren sich die Maßnahmen damit auf zehntausende Jobs innerhalb weniger Monate – ein klares Signal, dass der Konzern seine interne Struktur grundlegend neu ausrichtet.

CEO Jassy: Kein Sparzwang, kein KI-Effekt
Konzernchef Andy Jassy weist den Eindruck zurück, die Entlassungen seien eine Reaktion auf finanzielle Probleme oder den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Stattdessen gehe es darum, doppelte Managementebenen abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Zu viele Hierarchiestufen würden die Verantwortung der operativen Teams verwässern und die Organisation träge machen.
Amazon will wieder wie ein Start-up agieren
Jassy verfolgt seit seinem Amtsantritt 2021 konsequent das Ziel, Amazon schlanker und beweglicher aufzustellen. In Summe hat der CEO inzwischen mehr als 57.000 Stellen im Konzern gestrichen. Der Anspruch: weniger Bürokratie, klarere Zuständigkeiten und schnellere Entscheidungen – auch um in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld handlungsfähig zu bleiben.

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