AST SpaceMobile feiert Rekordumsatz: Cash-Burn verunsichert jedoch die Börse
Am 02.03.2026 präsentierte AST SpaceMobile (NASDAQ: ASTS) die mit Spannung erwarteten Quartals- und Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Dieser Bericht markiert für das Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen einen entscheidenden historischen Wendepunkt: Es ist der erfolgreiche Übergang von einer reinen Forschungs- und Entwicklungsphase hin zu einem operativen, umsatzgenerierenden Betrieb. Ein besonderes operatives Highlight war zuletzt die erfolgreiche Entfaltung des Satelliten "BlueBird 6", der laut Unternehmensangaben die größte jemals in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) eingesetzte kommerzielle Kommunikationsantenne trägt.
Kräftiges Umsatzwachstum übertrifft die Erwartungen
Im 4. Quartal 2025 konnte AST SpaceMobile einen massiven Umsatzsprung auf 54,3 Mio. USD verzeichnen. Damit ließ das Unternehmen die Analystenschätzungen, die im Vorfeld bei durchschnittlich 41,9 Mio. USD lagen, um mehr als 33 % hinter sich. Dieser Erfolg ist primär auf zwei Säulen zurückzuführen: Einerseits auf den Verkauf von Gateway-Hardware, wobei insgesamt 15 Gateways auf fünf Kontinenten ausgeliefert wurden, und andererseits auf das Erreichen wichtiger vertraglich vereinbarter Meilensteine mit der US-Regierung.
Auch auf das gesamte Jahr gerechnet zeichnet sich ein erfreuliches Bild ab. Der Jahresumsatz 2025 belief sich auf 70,9 Mio. USD, ein gewaltiger Sprung im Vergleich zum Vorjahr 2024, in dem dieser Wert noch bei bescheidenen 4,4 Mio. USD gelegen hatte. Mit diesem Ergebnis traf AST SpaceMobile exakt das obere Ende der eigenen Prognosespanne von 50 bis 75 Mio. USD.
Hohe Investitionen drücken auf die Profitabilität
Der Aufbau des weltweit ersten satellitengestützten Mobilfunknetzes, das eine direkte Kommunikation mit herkömmlichen, unmodifizierten Smartphones ermöglicht, bleibt jedoch ein extrem kapitalintensives Unterfangen. Dies spiegelt sich unübersehbar in den Ausgaben und dem Quartalsergebnis wider. Beim Ergebnis pro Aktie verfehlte AST SpaceMobile die Erwartungen und meldete für das 4. Quartal einen Verlust von -0,26 USD pro Aktie, während Analysten auf einen moderateren Verlust im Bereich von -0,18 bis -0,19 USD gehofft hatten.
Die Investitionsausgaben, die maßgeblich in die fortlaufende Satellitenproduktion flossen, sprangen im Schlussquartal drastisch auf 406,7 Mio. USD an, nachdem sie im 3. Quartal noch bei 258,9 Mio. USD gelegen hatten. Parallel dazu kletterten auch die bereinigten operativen Kosten von 67,7 Mio. auf 95,7 Mio. USD.
Ehrgeiziger Ausblick und verhaltene Marktreaktion
Für das laufende Jahr 2026 zeigte sich das Management rund um CEO Abel Avellan sehr optimistisch und formulierte ambitionierte Ziele. Das Unternehmen plant eine weitere deutliche Umsatzsteigerung und rechnet für 2026 mit Gesamteinnahmen zwischen 150 und 200 Mio. USD. Gestützt wird diese Zuversicht durch fest zugesagte Umsatzverpflichtungen in Höhe von über 1,2 Mrd. USD, die man sich bereits von verschiedenen Partnern, darunter große globale Mobilfunknetzbetreiber, sichern konnte. Das wichtigste Ziel für 2026 ist es nun, bis zum Jahresende ein funktionierendes Netzwerk von 45 bis 60 Satelliten in der Umlaufbahn zu etablieren.


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