Bio. USD-Festung nach Warren Buffett! 373 Mrd. USD in bar, ein neuer Kapitän und vier Aktien für die Ewigkeit!
Eine historische Ära an der Wall Street ist zu Ende gegangen. Warren Buffett hat das Steuer seines gigantischen Lebenswerkes aus der Hand gegeben. Nun muss sein Nachfolger Greg Abel beweisen, dass er den Bio. USD-Konzern Berkshire Hathaway (BRK.A/BRK.B) sicher in die Zukunft steuern kann. Sein erster Geschäftsbericht zeichnet das Bild einer absoluten Festung. Trotz operativer Gegenwinde im traditionellen Versicherungsgeschäft sitzt das Unternehmen auf einem beispiellosen Rekordberg an Bargeld und setzt bei seinen gigantischen Investitionen auf einen unantastbaren Kern aus vier ganz bestimmten Ewigkeits-Aktien. Der neue Kapitän wagt keine riskanten Manöver, er trimmt das Schiff auf absolute Stabilität.
Vom Textilhersteller zur Bio. USD-Maschine - Eine neue Ära beginnt
Die Erfolgsgeschichte von Berkshire Hathaway ist einzigartig. Warren Buffett und der 2023 verstorbene Charlie Munger verwandelten ein strauchelndes Textilunternehmen in ein Bio. USD-Imperium. Mit Disziplin und Fokus auf werthaltige Unternehmen erzielten sie seit 1965 eine Rendite von über 6.000.000 % und schlugen den breiten Markt damit um Längen. Ende 2025 endete diese historische Ära mit Buffetts Rücktritt als CEO. Seit Anfang 2026 lenkt nun sein langjähriger Vertrauter Greg Abel die Geschicke des Konzerns. Anleger blicken gespannt darauf, wie der neue Kapitän dieses gewaltige Schiff sicher und profitabel durch die kommenden Jahrzehnte steuern wird.
Blick auf die Zahlen - Operativer Gegenwind, aber prall gefüllte Kassen
Die Bilanzergebnisse für 2025 fielen gemischt aus. Der wichtige operative Gewinn der Tochterunternehmen sank im 4. Quartal um rund 30 % auf 10,2 Mrd. USD und im Gesamtjahr um 6 % auf 44,5 Mrd. USD. Auch der Nettogewinn, der die schwankenden Anlageergebnisse und eine Milliardenabschreibung auf Kraft Heinz und Occidental Petroleum enthält, fiel 2025 um 25 % auf rund 67 Mrd. USD. Dennoch strotzt die Bilanz vor Kraft. Berkshire verzichtete im abgelaufenen Jahr komplett auf Aktienrückkäufe und ließ den Cashbestand stattdessen auf den gigantischen Rekordwert von 373,3 Mrd. USD anwachsen, ein massiver Puffer für schwere Krisen oder künftige Mega-Übernahmen.
Licht und Schatten - Eisenbahn rollt, Versicherung stottert
Der Gewinnrückgang resultiert vor allem aus dem traditionellen Herzstück des Konzerns, dem Versicherungsgeschäft. Der operative Jahresgewinn der Sparte fiel von 9 auf 7,26 Mrd. USD, da der Autoversicherer Geico durch Preiserhöhungen zwar seine Margen schützte, dabei aber massiv Kunden verlor, während gleichzeitig wachsender Wettbewerb die Rückversicherungs-Preise drückte. Deutlich besser liefen die industriellen Säulen. Die Eisenbahn BNSF steigerte ihren Jahresgewinn um 9 % auf 5,5 Mrd. USD, und der Energieversorger BHE legte um 7 % auf knapp 4 Mrd. USD zu. Auch die Bereiche Produktion, Dienstleistungen und Einzelhandel blieben mit 13,6 Mrd. USD Gewinn verlässliche Cash-Lieferanten.
Der erste Brief des neuen Kapitäns - Greg Abel beruhigt die Gemüter
In seinem mit Spannung erwarteten ersten Aktionärsbrief schlug Greg Abel einen sehr beruhigenden Ton an und versprach, Buffetts Kultur der absoluten Finanzstärke und Kapitaldisziplin strikt fortzuführen. Wachstum um jeden Preis lehnt er ab. Er forderte bei der Bahnsparte BNSF klare Verbesserungen der operativen Marge und dämpfte beim Energieversorger BHE die Euphorie um den KI-Strombedarf. Teure Infrastruktur für Rechenzentren wird nur gebaut, wenn Kunden die Risiken tragen und die Rendite für Berkshire stimmt. Zudem kündigte er harten Widerstand gegen unberechtigte Waldbrand-Klagen an. Buffett bleibt dem Unternehmen laut Abel beratend im Büro erhalten, während Investmentmanager Ted Weschler weiterhin nur rund 6 % des Portfolios eigenständig steuert.
Vier Aktien für die Ewigkeit - Auf diese Giganten setzt Abel weiterhin
Mit Blick auf das knapp 300 Mrd. USD schwere Aktienportfolio definierte Abel vier Aktien für die Ewigkeit. Apple, American Express, Coca-Cola und Moody's bilden zusammen mit fünf japanischen Handelshäusern den unantastbaren Kern. Trotz jüngster steuerbedingter Verkäufe bleibt Apple ein Schwergewicht mit extrem niedrigen historischen Anschaffungskosten, genau wie die anderen drei Giganten, die wegen ihrer genialen Geschäftsmodelle bereits seit Jahrzehnten gehalten werden. Da Berkshire diese Firmen perfekt versteht, wird es hier künftig kaum Handelsaktivitäten geben. Dass frühere Top-Positionen wie die Bank of America oder Chevron in dieser elitären Liste fehlen, deutet darauf hin, dass Abel diese Beteiligungen wesentlich dynamischer anpassen könnte.
Der Elefant tanzt nicht mehr, aber er steht felsenfest
Der erste Geschäftsbericht unter Greg Abel sendet eine unmissverständliche Botschaft an die Wall Street. Berkshire Hathaway wagt keine wilden Manöver mehr, sondern konzentriert sich voll auf die Bewahrung des von Buffett und Munger aufgebauten Wohlstands. Mit über 370 Mrd. USD in bar, einem klaren Fokus auf absolute Qualitätsaktien und der konsequenten Verteidigung der Gewinnmargen im operativen Geschäft ist der Konzern für jede Krise bestens gerüstet. Berkshire wird künftig durch seine schiere Größe vielleicht nicht mehr die rasanten Wachstumsraten früherer Jahrzehnte erreichen, steht aber als Fels in der Brandung des globalen Finanzsystems unverrückbarer da als je zuvor.


Die Grafik illustriert die Quartalsergebnisse und geht auf die Aussagen von Greg Abel ein. Er setzt auf 4 Aktien für die Ewigkeit und fährt eine strikte Kapitaldisziplin.
Bildherkunft: AdobeStock_412979705