Blind vor KI-Angst! Warum die Börse den historischen Rekordlauf von Salesforce völlig übersieht!
Die Börse hat den Blick für die Realität verloren. Aus Angst vor einer sogenannten SaaSpokalypse strafen Anleger Softwareaktien gnadenlos ab und übersehen dabei völlig, dass Salesforce (i)(CRM) gerade das exakte Gegenteil beweist. Anstatt von neuen KI-Modellen verdrängt zu werden, macht das Unternehmen die Technologie zu seinem stärksten Wachstumsmotor. Mit beeindruckenden Umsatzsprüngen, einem explodierenden Agentforce-Geschäft und einem 50 Mrd. USD schweren Befreiungsschlag zerschlägt der CRM-Gigant alle Zweifel. Wer jetzt verkauft, lässt sich von einer hysterischen Marktblindheit anstecken, welche die Aktie vorbörslich um 5 % in die Knie zwingt.
Die SaaSpokalypse - KI-Ängste bringen die Softwarewelt ins Wanken
Die Softwarebranche zittert vor der sogenannten SaaSpokalypse. Ausgelöst durch KI-Tools wie Claude Code von Anthropic und angefacht durch den Citrini-Artikel "The 2028 global intelligence crisis", wächst die Angst, dass Entwickler Software künftig drastisch schneller und günstiger bauen und etablierte SaaS-Modelle obsolet machen. Die Folge ist bereits sichtbar. Softwareaktien stehen massiv unter Druck. Der Branchen-ETF IGV brach seit September um 31 % ein, und auch die Salesforce-Aktie verlor im Jahr 2026 bereits 28 %. Der Markt fürchtet, dass KI die Burggräben der Branche zerstört.
Zahlenwerk der Extraklasse - Umsatz, Margen und Gewinne im Q4
Allen Weltuntergangsszenarien zum Trotz glänzte Salesforce im 4. Quartal mit Rekordzahlen. Der Umsatz kletterte um 12 % auf 11,2 Mrd. USD, das schnellste Wachstum seit zwei Jahren und knapp mehr, als Analysten mit 11,18 Mrd. USD erwartet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie pulverisierte mit 3,81 USD die Prognosen von 3,04 USD massiv. Auch das Gesamtjahr 2026 überzeugte. Der Umsatz stieg um 10 % auf starke 41,5 Mrd. USD bei einer bereinigten Marge von 34,1 %. Die Kassen klingeln ebenfalls. Der operative Cashflow wuchs um 15 % auf 15,0 Mrd. USD, der freie Cashflow um 16 % auf 14,4 Mrd. USD. Damit lassen sich einige Investitionen umsetzen, wovon die Aktionäre profitieren werden.
Geschäftshighlights - RPO-Rekorde und fliegender Konkurrenzwechsel
Ein absolutes Highlight ist der Blick in die Auftragsbücher. Die gesamten verbleibenden Leistungsverpflichtungen RPO stiegen um 14 % auf einen Rekordwert von 72,4 Mrd. USD. Laut cRPO werden 35,1 Mrd. USD davon in den nächsten zwölf Monaten umsatzwirksam, was die Schätzungen deutlich übertraf und 16 % höher sind als zuvor. Technologisch skaliert Salesforce massiv. Bisher wurden 19 Bio. Token verarbeitet, eine Verfünffachung zum Vorjahr und 2,4 Mrd. messbare Agentic Work Units durch KI erledigt. Ein netter Seitenhieb von CEO Marc Benioff. Gleich fünf Kunden des Konkurrenten ServiceNow wechselten im 4. Quartal zu Salesforce.
Agentforce - Der neue KI-Wachstumsmotor läuft auf Hochtouren
Agentforce ist Salesforces Antwort auf die KI-Angst und diese wächst mit rasantem Tempo. Der wiederkehrende Jahresumsatz ARR dieses KI-Motors explodierte im 4. Quartal um 169 % auf 800 Mio. USD, ein gewaltiger Sprung von den 540 Mio. USD aus dem Vorquartal. Mit über 29.000 abgeschlossenen Deals und einem Wachstum von 50 % zum Vorquartal beweist das Unternehmen, dass die Kunden genau diese Lösungen fordern. Besonders stark ist die Tatsache, dass über 60 % der Buchungen aus Erweiterungen bei Bestandskunden stammten. Zusammen mit Data 360 liegt der ARR in diesem KI- und Daten-Segment bereits bei über 2,9 Mrd. USD.
Informatica-Übernahme - Ein teurer, aber sofort profitabler Zukauf
Die 8 Mrd. USD teure Übernahme des Datenmanagement-Profis Informatica zahlt sich bereits aus und liefert das nötige Daten-Fundament für die KI-Agenten. Im 4. Quartal steuerte Informatica bereits 399 Mio. USD zum Konzernumsatz bei. Noch wichtiger ist die langfristige Planung. Informatica Cloud liefert bereits 1,1 Mrd. USD an wiederkehrendem Jahresumsatz und stärkt die Data-Strategie damit massiv.
Management-Ausblick und ein 50 Mrd. USD-Pflaster
Trotz der starken Zahlen fiel die Aktie nachbörslich um fast 5 %. Der Grund ist mal wieder der Ausblick. Die Prognose für 2027 konnte die tiefe KI-Skepsis nicht vertreiben. Salesforce erwartet einen Umsatz von 45,8 bis 46,2 Mrd. USD, also 10 bis 11 % Wachstum, und ein EPS von 13,11 bis 13,19 USD. Das traf zwar grob den Konsens, ließ aber Raum für Enttäuschung bei Optimisten. Das Management hält energisch dagegen, sieht sich als unterverschuldet an und hob das Umsatzziel für 2030 auf 63 Mrd. USD an. Als klares Zeichen der Stärke und weil man die Kurse für zu niedrig hält, kündigte Salesforce ein gigantisches Aktienrückkaufprogramm über 50 Mrd. USD an und erhöhte die Dividende um 5,8 % auf 0,44 USD.
Der Markt ist blind vor lauter KI-Panik – Ein übertriebener Skeptizismus
Lässt man die Emotionen beiseite, zeigt sich, dass der Markt übertrieben skeptisch reagiert. Anleger fokussieren sich auf eine minimal vorsichtige Prognose und ignorieren zweistelliges Wachstum, hohe Margen und den RPO-Anstieg von 14 %, ein massives Signal für zukünftige Einnahmen. Die SaaSpokalypse ist ein fesselndes Narrativ, aber die Realität von Salesforce beweist, dass Agentic AI das Unternehmen nicht verdrängt, sondern als neuer Wachstumsmotor extrem erfolgreich monetarisiert wird. Wer jetzt in Panik verkauft, übersieht die erfolgreiche Transformation zum KI-Betriebssystem und die immense 50 Mrd. USD schwere Rückkaufpower des Managements.


Die Infografik stellt die massive Panik des Marktes mit den Wachstumszahlen von Salesforce gegenüber. Aktuell kommt es zu keiner Disruption.
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