Dell steht kurz vor einem 5 Mrd. USD schweren Deal! Hardwarehersteller soll Serverbauteile für Musks xAI liefern!

Das Technologieunternehmen Dell Technologies (DELL) befindet sich laut einem Bericht der Bloomberg News vom Freitag, den 14. Februar 2025, in der Endphase von fortgeschrittenen Gesprächen mit Elon Musks xAI, um der Firma KI-fähige Serverbauteile zur Verfügung zu stellen. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 5 Mrd. USD. Der Kurs der Aktie konnte den Freitagshandel mit einem Plus von fast 4 % auf 114,38 USD beenden.

xAI benötigt Supercomputer zur Entwicklung seiner Grok-KI-Modelle

xAI wurde von Elon Musk im März 2023 gegründet und ist sein jüngstes Startup-Unternehmen aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz, um laut eigenen Aussagen die Zusammenhänge des Universums zu verstehen. Als Chefingenieur konnte man Igor Babuschkin abwerben und für sich gewinnen, einen ehemaligen Mitarbeiter aus der Abteilung von Googles DeepMind. xAI konnte in kürzester Zeit einen der größten Supercomputer der Welt bauen und der mit 100.000 von Nvidias H100-Beschleunigern bestückte Colossus ging im Dezember 2024 in Memphis, Tennessee, ans Netz und verbraucht zu Spitzenzeiten geschätzte 150 MW. Dort entwickelt xAI nun Modelle künstlicher Intelligenz, die durch mathematische Denkprozesse schwierigste Zusammenhänge verstehen und Probleme lösen sollen. Die letzte Veröffentlichung von Grok-2 stammt aus dem August 2024 und kann im Bereich Chat, Coding und Argumentation eingesetzt werden. Benutzer erhalten Zugang zu den Modellen über die Social-Media-Plattform X, die ebenfalls Musk gehört. Mit Spannung wird die neueste Version Grok-3 in dieser Woche erwartet, die laut Musk die klügste KI auf Erden sei.

Dell steht kurz vor einem Auftrag im Gesamtwert von 5 Mrd. USD für xAI

Die Hochleistungsserver benötigen vor allem Rechenleistung und hier vertrauen die meisten immer noch auf KI-Chips des Marktführers Nvidia. Der GB200-Computertray enthält zwei Nvidia Grace-CPUs und vier Blackwell-GPUs. Der Memphis-Supercomputer Colossus wurde mit Servern der Hardwarehersteller Dell- und Super Micro ausgestattet, um die enorme Zahl von angeblich über 100.000 Nvidia-GPUs unterzubringen. Nun soll Dell noch in diesem Jahr Serverbauteile im Gesamtwert von 5 Mrd. USD an xAI liefern. Die letzten Details werden aktuell festgesetzt und vertraglich festgehalten, fügte der Bericht unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen hinzu. Neben Dell profitieren auch weitere Hersteller von Servern mit hoher Leistung wie Super Micro Computer oder Hewlett Packard Enterprise von der gestiegenen Nachfrage in diesem Bereich. Erst im Dezember hatte Musk eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Mrd. USD für xAI abgeschlossen und Gelder von Fidelity, BlackRock und Sequoia Capital eingesammelt, um weitere GPUs zu kaufen und Colossus auf gewaltige eine Mio. GPUs zu erweitern. Auch der Bau eines zweiten Rechenzentrums wird wohl in Erwägung gezogen.

Dell soll in diesem Geschäftsjahr mehr als 10 Mrd. USD mit Server umgesetzt haben

Auch Tesla benötigt für die Verarbeitung seiner aufgezeichneten Daten der Full Self-Driving Computer aus den Tesla-Fahrzeugen ausreichend Serverkapazitäten. Das vollautonome überwachte Fahrsystem nutzt die visuellen Daten der installierten Kameras, um Personen und andere Fahrzeuge zu erkennen und so die richtigen Entscheidungen treffen zu können. CEO Elon Musk hatte Nvidia-Chiplieferungen, die eigentlich für Tesla bestimmt waren, kurzerhand für xAI priorisiert und Mitte 2024 zuallererst an das KI-Unternehmen liefern lassen. Auch Dell soll über seine KI-Server nun Tausende von GPUs an xAI geliefert haben, genauso wie Super Micro. Schätzungen gehen davon aus, dass Dell im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr KI-Serverbauteile im Wert von über 10 Mrd. USD ausgeliefert hat und Analysten prognostizieren für das kommende Geschäftsjahr eine Steigerung auf 14 Mrd. USD. Dell konnte im 3. Quartal seinen Gesamtumsatz um 10 % im Vergleich zum Vorjahr auf 24,37 Mrd. USD steigern. Die genauen Zahlen für das 4. Quartal werden am 27. Februar 2025 im offiziellen Geschäftsbericht veröffentlicht.

 


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