Deutsche Bank gibt einen detaillierten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr – Ertragsziel bekräftigt

Die Deutsche Bank hat am Donnerstag, den 13. März, im Rahmen des Geschäftsberichts 2024 eine detaillierte Prognose für das laufende Jahr veröffentlicht. Die Bank erwartet, dass die Weltwirtschaft in einem ähnlichen Verhältnis wachsen dürfte wie im Vorjahr, wobei das Wachstumsmomentum in den Industrieländern von einer anhaltenden Erholung in verschiedenen Kernregionen geprägt sein dürfte. Das Geldhaus verweist allerdings auf eine mögliche Belastung durch höhere Zölle. Die US-Zölle könnten sich negativ auf die Wachstumsdynamik in der Eurozone auswirken, so der Bericht.

Verhaltenes Wachstum in der Eurozone und Normalisierung der Inflation erwartet

Mit Blick auf die Inflation erwartet die Bank eine weitere Normalisierung, was zu Zinssenkungen durch die EZB führen könnte. In der Eurozone dürfte es allerdings wenig Wachstumstreiber geben, da wesentliche Mitgliedsstaaten eine restriktivere Geldpolitik verfolgen und Deutschland von einer anhaltend geringen Wettbewerbsfähigkeit betroffen sei, so die Bank. Dennoch könnte die deutsche Wirtschaft aufgrund von Konsumausgaben der Privathaushalte und des Staates geringfügig wachsen.

Europäische Banken vor größeren Herausforderungen als US-Institute?

Insgesamt erwartet der Konzern ein relativ günstiges Umfeld für die weltweite Bankenbranche im laufenden Jahr. Eine stabile Weltwirtschaft und ein weiterer moderater Rückgang der Zinssätze könnten die Kreditnachfrage von einem oft geringeren Niveau wieder steigen lassen, während die Zinsmargen dagegen etwas schrumpfen könnten. Europäische Banken dürften aufgrund fallender Zinsen und Margen vor stärkeren Herausforderungen stehen als die US-Banken. Das Ausmaß von Deregulierungsmaßnahmen der US-Regierung ist derzeit aber ungewiss, und es kann laut der Deutschen Bank einige Zeit dauern, bis mögliche Anpassungen wirksam werden.

Wachstumskurs bleibt bestehen - Deutsche Bank bestätigt Ertragsziel von 32 Mrd. Euro für 2025

Die Erträge des Geldhauses sollten im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr ansteigen. Das Ertragsziel auf Konzernebene von rund 32 Mrd. Euro für 2025 wurde bestätigt. Die Finanzziele, die bis 2025 erreicht werden sollen, wie ein durchschnittlich jährliches Ertragswachstum in einer Spanne von 5,5 % bis 6,5 % für den Zeitraum von 2021 bis 2025, wurden ebenfalls bekräftigt.

Im Bereich des Investmentbankings wird ein Anstieg der Erträge erwartet, sowohl aufgrund von Zinsüberschüssen als auch aus zinsunabhängigen Erträgen. Die Unternehmensbank rechnet mit Fortschritten bei ihren Initiativen und einem Wachstum beim Geschäftsvolumen. Dies soll die Ertragsentwicklung im Jahr 2025 unterstützen. Vor dem Hintergrund eines höheren Provisionsüberschusses gegenüber dem Vorjahr dürften die Erträge ansteigen – der Zinsüberschuss wird auf einem stabilen Niveau erwartet. Der Bereich der Privatkundenbank soll von steigenden Erträgen aus Anlageprodukten und anhaltenden Nettomittelzuflüssen in das verwaltete Vermögen profitieren. Auch im Geschäftsbereich Asset Management, zu dem im Wesentlichen die konsolidierten Ergebnisse der DWS Group gehören, wird im Vergleich zum Vorjahr ein Ertragswachstum erwartet.

Deutsche Bank plant höhere Dividenden und Aktienrückkäufe – Ausschüttungsquote von 50 %

Die Bardividenden sollen nachhaltig steigen, und im Laufe der Zeit soll überschüssiges Kapital an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Seit dem vergangenen Geschäftsjahr strebt die Deutsche Bank eine Ausschüttungsquote von 50 % an – dies soll durch eine Kombination aus Bardividenden und Aktienrückkäufen erreicht werden. Bis zum 3. Quartal 2025 soll ein Aktienrückkauf in Höhe von 750 Mio. Euro im Wesentlichen abgeschlossen sein. Bereits im Vorjahr wurden Rückkäufe in Höhe von 675 Mio. Euro durchgeführt. Der Hauptversammlung im Mai 2025 soll eine Dividende von 0,68 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, nach einer Ausschüttung von 0,45 Euro im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2025 könnte sich die Dividende auf 1 Euro belaufen.

 


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