Deutsche Bank: Nettogewinn 2025 verdoppelt und Rentabilitätsziele punktgenau erreicht!
Die Deutsche Bank hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettogewinn von 6,12 Mrd. Euro abgeschlossen und damit das Vorjahresergebnis von 2,7 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten strategische Weichenstellungen im Bereich digitaler Innovationen und nachhaltiger Finanzierungslösungen. So trieben die Einführung neuer Privatmarkt-Fonds für Privatkunden in Kooperation mit der DWS sowie der Start der europaweiten Bezahllösung "Wero" das operative Momentum voran. Zudem profitierte das Institut von einer verstärkten Integration von KI zur Prozessautomatisierung und dem Ausbau des ESG-Portfolios, das bis Ende 2030 ein Volumen von 900 Mrd. Euro erreichen soll. Mit einer Rendite auf das materielle Kernkapital von 10,3 % hat das Frankfurter Traditionshaus seine Rentabilitätsziele für 2025 punktgenau erreicht.
Die gezielte Neuausrichtung des Portfolios schafft das Fundament für eine langfristige Rendite von über 13 %
Die zukünftige Ausrichtung des Konzerns sieht eine noch stärkere Fokussierung auf kapitalmarktnahe und beratungsintensive Dienstleistungen vor. Um die bis 2028 angestrebte Eigenkapitalrendite von "mehr als 13 %" zu realisieren, forciert die Bank den Ausbau des Geschäfts mit wertpapierbesicherten Darlehen. Parallel dazu reduziert das Management planmäßig weniger rentable Aktivitäten. CEO Christian Sewing erläuterte diesen Kurs im Hinblick auf die Optimierung der Bilanzstruktur: "Das gilt etwa für die Konsumentenfinanzierung und auch für Teile der privaten Baufinanzierung in Deutschland – beides wird es weiterhin geben, aber in geringerem Umfang." Flankiert wird diese Strategie durch die Optimierung der Handelsfinanzierung sowie eine radikale Digitaloffensive, in deren Zuge bis Ende 2026 rund 100 weitere Filialen geschlossen werden, um Ressourcen für KI-gestützte Service-Tools und mobile Banking-Lösungen freizusetzen.
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis nähert sich der Marke von 1 und übertrifft französische Wettbewerber
Am Kapitalmarkt wurde dieser Kurs honoriert: Die Aktie entwickelte sich im vergangenen Jahr dynamischer als der europäische Branchenindex Stoxx 600 Banks. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis nähert sich mittlerweile der Marke von 1, was bedeutet, dass die Marktkapitalisierung fast dem bilanzierten Eigenkapital entspricht – eine deutliche Verbesserung gegenüber den massiven Abschlägen der Vergangenheit. Damit lässt die Deutsche Bank französische Schwergewichte wie BNP Paribas oder Société Générale hinter sich, wenngleich Wettbewerber wie die Commerzbank, UBS oder Nordea aktuell noch mit Aufschlägen über ihrem Buchwert notieren. Die Ertragsdynamik zog sich dabei durch alle Geschäftsbereiche, die ausnahmslos Vorsteuerrenditen von über 10 % ablieferten. Den operativen Spitzenwert markierte die Fondstochter DWS mit einer Kapitalverzinsung von beachtlichen 29 %.
Ein Umsatzplus von 6,7 % und sinkende Kosten ermöglichen eine Gesamtausschüttung von 2,9 Mrd. Euro
Insgesamt stiegen die Konzernerlöse um 6,7 % auf 32 Mrd. Euro, während die Kosten dank eines 2,5 Mrd. Euro schweren Sparprogramms auf 20,7 Mrd. Euro sanken. "Wir haben alle Finanzziele für 2025 erreicht", bilanzierte Christian Sewing mit Blick auf das starke 1. Halbjahr und 2. Halbjahr. Aktionäre erhalten nun eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie sowie eine Partizipation an Rückkäufen über 1 Mrd. Euro, wobei die Ausschüttungsquote im laufenden Jahr auf 60 % steigen soll.
Die Rückkehr zur Profitabilität in allen Kernsparten bildet die Basis für eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 60 %
Die Deutsche Bank hat im Geschäftsjahr 2025 den operativen Turnaround mit einer Kernkapitalrendite von 10,3 % und dem sechsten Gewinnjahr in Folge finalisiert. Durch die Rückkehr zur Profitabilität in allen vier Kernsparten und die technologische Skalierung hat das Management die Basis geschaffen, um die Ausschüttungspolitik offensiver zu gestalten und das Ziel einer Eigenkapitalrendite von über 13 % bis 2028 realistisch zu verfolgen. Die fast vollständige Schließung der Bewertungslücke beim Buchwert markiert das Ende der Sanierungsbemühungen und den Beginn eines vielversprechenden Aufstiegs auf dem Kapitalmarkt.
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