DigitalBridge: Übernahmegespräche mit SoftBank zünden Kursfeuerwerk!
Die Aktie der DigitalBridge Group verzeichnet am Montag einen starken Kursanstieg, nachdem ein Bericht von Bloomberg über fortgeschrittene Übernahmegespräche mit dem japanischen Technologieinvestor SoftBank veröffentlicht wurde. Die Meldung rückte den auf digitale Infrastruktur spezialisierten Konzern in den Blickpunkt der Investoren, da SoftBank einer der größten Asset-Manager im Technologiesektor ist und gezielt in Infrastruktur investiert, die KI-Anwendungen und Cloud-Services unterstützt. DigitalBridge verwaltet nach eigenen Angaben rund 108 Mrd. USD an Vermögenswerten, darunter Rechenzentren, Glasfasernetze, Mobilfunkmasten und Edge-Infrastruktur, und gilt damit als einer der weltweit bedeutenden Plattformbetreiber im digitalen Infrastrukturmarkt.
Bloomberg: Transaktion könnte "sehr zeitnah" erfolgen
Bloomberg zufolge befindet sich SoftBank in "fortgeschrittenen Gesprächen" über eine Übernahme von DigitalBridge. Eine Transaktion könnte "schon sehr zeitnah" ankündigen. Offiziell äußern wollten sich die Beteiligten nicht. Sowohl SoftBank als auch DigitalBridge lehnten gegenüber Bloomberg einen Kommentar ab.
Vorbörslich schoss das Papier um bis zu 50 % in die Höhe
Im vorbörslichen Handel stieg die DigitalBridge-Aktie zeitweise um bis zu 50 %, ehe sie sich auf rund 35 % im Plus stabilisierte. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf etwa 23 %. DigitalBridge beschreibt sich selbst als "ein einzigartiges digitales Infrastrukturunternehmen" und profitiert von langfristigen strukturellen Trends wie der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung, Konnektivität und Edge-Lösungen, die zentrale Bausteine für KI-Anwendungen und cloudbasierte Dienste darstellen.
Übernahme der auf hyperskalige Rechenzentren spezialisierten Yondr Group wurde erfolgreich abgeschlossen
2025 hat DigitalBridge gemeinsam mit der kanadischen Pensionskasse La Caisse die Übernahme der Yondr Group abgeschlossen, eines Entwicklers und Betreibers für hyperskalige Rechenzentren, was die Kapazitäten im Bereich hochleistungsfähiger Data-Center-Plattformen erhöht. Daneben investiert DigitalBridge weiterhin in Portfoliounternehmen wie Switch, einen Betreiber von SUPERNAP-Rechenzentren, die spezialisierte Dienstleistungen für große Cloud- und Enterprise-Kunden anbieten, und erweitert damit seine Präsenz in strategisch wichtigen Segmenten der Rechenzentrumslandschaft. Solche Transaktionen spiegeln den klaren Fokus von DigitalBridge wider, digitale Infrastruktur nicht nur zu verwalten, sondern aktiv zu entwickeln und an das steigende Kapazitäts- und Performance-Bedürfnis von KI- und Cloud-Betreibern anzupassen.
In den letzten 12 Monaten belief sich der Umsatz auf 86 Mio. USD
Die aktuellen Geschäftszahlen zeichnen ein deutlich anspruchsvolleres Bild als die Vorjahreswerte. Auf Basis der letzten zwölf Monate erzielte DigitalBridge einen Umsatz von rund 86 Mio. USD. Unter dem Strich weist das Unternehmen im selben Zeitraum einen Verlust von rund 38 Mio. USD aus. Die Zahlen spiegeln den laufenden Umbau des Portfolios sowie Investitionen in neue Infrastrukturprojekte wider. Unverändert hoch bleibt hingegen die Kapitalbasis: Die Assets under Management lagen zuletzt bei rund 108 Mrd. USD.
Fazit
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass DigitalBridge zuvorderst durch seine Rolle als Betreiber und Entwickler digitaler Infrastrukturen mit hoher Relevanz für KI- und Cloud-Ökosysteme bewertet wird. Eine potenzielle Übernahme durch SoftBank würde diese Position weiter stärken und gleichzeitig die Bedeutung von Infrastruktur als kritische Grundlage für künftige Technologieanwendungen unterstreichen. Dies dürfte insbesondere in einem Umfeld gelten, in dem Rechenzentren und Konnektivitätslösungen zu Engpassfaktoren werden.
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