Disney kann seinen Gewinn trotz Abonnentenrückgang im Streaminggeschäft steigern! Kinohit „Vaiana 2“ lässt die Kassen klingeln!
Der Freizeitparkbetreiber und Streaminganbieter The Walt Disney Company (DIS) hat am Mittwoch, den 5. Februar 2025, seine Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2025 veröffentlicht und konnte dabei die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten übertreffen. Vor allem der Kassenschlager "Vaiana 2" konnte zum hervorragenden Ergebnis beitragen. Die Prognosen für das Gesamtjahr entsprachen den bisherigen Erwartungen der Wall Street. Die Aktie fiel bis zum Handelsschluss um 2,5 % und ist im nachbörslichen Handel unverändert.
Umsätze in der Unterhaltungsbranche vor allem im Lizenzgeschäft steigen
Disney konnte seine Umsätze im abgelaufenen 1. Quartal auf Jahressicht um 5 % von 23,5 auf 24,7 Mrd. USD ausbauen. Die Unterhaltungsbranche verbesserte seine Einnahmen um 9 % von 9,98 auf 10,87 Mrd. USD. Während das lineare TV-Geschäft vorwiegend durch das Joint Venture mit Star India für eine weitere Expansion nach Indien um insgesamt 7 % auf 2,62 Mrd. USD zurückging, konnten sich der Bereich Direct-to-Customer und der Verkauf und Lizenzierung von Inhalten deutlich besser entwickeln. Das Verbrauchergeschäft erhöhte seinen Umsatz um 9 % auf 6,07 Mrd. USD und das Wachstum bei den Abonnementeinnahmen wurde durch höhere Preise der Tarifmodelle und einer größeren Abonnentenzahl in seinem Streaminggeschäft Hulu begünstigt, die jedoch leicht von ungünstigen Wechselkurseffekten teilweise ausgeglichen wurden. Am stärksten konnte das Lizenzgeschäft mit seinen produzierten Filmen wachsen. Der Umsatz sprang um 34 % von 1,63 auf 2,18 Mrd. USD und allen voran der Erfolgshit "Vaiana 2", eine Abenteuergeschichte des hawaiianischen Mädchens und ihrem starken Begleiter Maui, konnte bereits Einnahmen von mehr als 1 Mrd. USD an den Kinokassen einspielen. Der Sportbereich, zu denen Übertragungen der College Football Playoff-Spielen und der Cricket World Cup zählen, blieb mit 4,85 Mrd. USD auf Vorjahresniveau. Die Geschäfte im Erlebnissektor, der Parks, Kreuzfahrten und Resorts beinhaltet, stiegen um 3 % auf 9,42 Mrd. USD an. Freizeitparks haben sich auf die Voreröffnungssaison vorbereitet und das neugebaute luxuriöse Kreuzfahrtschiff, die Disney Treasure, ist am 21. Dezember 2024 zum ersten Mal in See gestochen.
Trotz Mitgliederrückgang bei Disney+ kann der Gewinn um 35 % steigen
Das Ergebnis vor Steuern wurde im abgelaufenen 1. Quartal um 27 % von 2,9 auf 3,7 Mrd. USD gesteigert und der bereinigte Gewinn pro Aktie erhöhte sich sogar um 35 % von 1,04 auf 1,40 USD. Die Unterhaltungsbranche konnte sein operatives Ergebnis um 95 % von 0,8 auf 1,7 Mrd. USD steigern. Diese wurden vor allem durch Preiserhöhungen seiner Disney+ und Hulu Abo-Modellen erzielt. Leider konnte man bei seinen bezahlten Abonnenten auf Disney+ keine Steigerung erzielen, sondern musste einen Rückgang von 0,7 Mio. Kunden auf insgesamt 124,6 Mio. Mitglieder verbuchen. Lediglich die Plattform Hulu erhöhte seinen Kundenstamm um 1,6 Mio. auf 53,6 Mio. Nutzer. Der freue Cashflow ging um 17 % auf 739 Mio. USD zurück.
"Unsere Ergebnisse in diesem Quartal zeigen Disneys kreative und finanzielle Stärke, da wir die strategischen Initiativen vorangetrieben haben, die in den letzten zwei Jahren in Gang gesetzt wurden. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres verzeichneten wir hervorragende Kassenergebnisse unserer Studios, die die drei besten Filme des Jahres 2024 hatten.", sagte Robert A. Iger, CEO der Walt Disney Company. Er betonte die Verbesserung der Rentabilität seiner Entertainment-DTC-Streaming-Geschäfte und die Erweiterung des digitalen Angebots von ESPN.
Weiterer Rückgang bei den Disney+ Abonnenten erwartet
Im 2. Quartal erwartet das Unternehmen einen weiteren leichten Rückgang der Disney+-Abonnenten. Das Betriebsergebnis im Sportbereich wird durch einen negativen Einfluss von 100 Mio. USD aus Hochschulsport und einem zusätzlichen NFL-Spiel sowie etwa 50 Mio. USD aus dem Ausstieg aus dem Sport Joint Venture mit Venu beeinflusst werden. Für das Gesamtjahr prognostiziert Disney ein bereinigtes Gewinnwachstum pro Aktie im hohen einstelligen Bereich und einen Cashflow aus dem operativen Geschäft von etwa 15 Mrd. USD. Die Voreröffnungskosten der Disney Cruise Line sollen Kosten von ca. 200 Mio. USD veranschlagen und der Eigenkapitalverlust in Verbindung mit der Star India Zusammenarbeit soll sich auf 300 Mio. USD belaufen.
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