Elon Musks xAI in fortgeschrittenen Gesprächen über 15-Mrd.-USD-Finanzierung
Elon Musks KI-Unternehmen xAI befindet sich Insidern zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Kapitalerhöhung von 15 Mrd. USD. Dies würde die Unternehmensbewertung auf rund 230 Mrd. USD anheben. Wie viele andere KI-Startups benötigt auch xAI derzeit enormes Kapital, um seinen Flaggschiff-Chatbot "Grok" weiterzuentwickeln.
Sprunghafter Anstieg der Bewertung
Die neue Bewertung entspräche einem deutlichen Anstieg gegenüber den 113 Mrd. USD, die nach der Umstrukturierung der Social-Media-Plattform X im März im Raum standen. Die Konditionen der neuen Finanzierungsrunde wurden potenziellen Investoren am Dienstagabend durch Musks Vermögensverwalter, Jared Birchall, präsentiert.
Widersprüchliche Berichte und Dementi
Der Nachrichtensender CNBC hatte bereits zuvor über die geplante Kapitalerhöhung berichtet. Elon Musk reagierte darauf auf seiner Plattform X unter einem Nutzerbeitrag zu dem Thema kurz mit dem Kommentar: "Falsch". Zahlreiche KI-Startups, darunter xAI, investieren derzeit massiv in die Infrastruktur, die für das Training und die Optimierung ihrer Modelle erforderlich ist. Da sich die Branche auf Ausgaben in Billionenhöhe in den kommenden Jahren einstellt, sind die Unternehmen permanent auf der Suche nach frischem Kapital.
Infrastruktur als Kostentreiber
Bereits im Juni nahm xAI 5 Mrd. USD Eigenkapital und 5 Mrd. USD Fremdkapital auf, um unter anderem das Rechenzentrum "Colossus" in Memphis, Tennessee, auszubauen. Wie das Wall Street Journal berichtete, investierte auch Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX im Rahmen dieser Runde 2 Mrd. USD.
Mögliche Rolle von Tesla
Musk, der auch CEO von Tesla ist, hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, dass auch der Elektroautobauer in xAI investiert. Auf einer kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung reagierten die Tesla-Aktionäre jedoch gemischt auf einen entsprechenden Antrag. Die Entscheidung liegt nun beim Vorstand. Im Vorfeld hatte Tesla-Vorsitzende Robyn Denholm gegenüber dem Wall Street Journal Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer solchen Investition geäußert und erklärt, der Vorstand habe die für einen solchen Schritt notwendigen Prüfungen noch nicht abgeschlossen.
Konkurrenzkampf und Management-Wechsel
Musks KI-Startup hat bereits Milliarden eingesammelt, um mit OpenAI zu konkurrieren und die Fähigkeiten seines Chatbots Grok, einem direkten Konkurrenten von ChatGPT, auszubauen. Die News Corp, Eigentümer des Wall Street Journal, unterhält indes eine Lizenzpartnerschaft für Inhalte mit OpenAI. Laut Wall Street Journal widmete sich Musk xAI verstärkt, nachdem er seine beratende Tätigkeit für die US-Regierung beendet hatte. Das Startup verzeichnete zuletzt jedoch auch Abgänge: Mehrere Führungskräfte verließen das Unternehmen, darunter Berichten zufolge Linda Yaccarino sowie leitende Finanzvorstände.
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