Fraport: EBITDA-Rekordjahr und Rückkehr zur Dividende!
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Fraport AG (XETRA: FRA) Umsatzerlöse von 4,43 Mrd. Euro und blieb damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Bereinigt um IFRIC-12-Effekte ergibt sich jedoch ein deutlich stärkeres Wachstum von 8,2 % auf etwa 4,21 Mrd. Euro. Diese Entwicklung spiegelt die zunehmende Dynamik im operativen Geschäft wider, insbesondere durch steigende Passagierzahlen und eine verbesserte Verkehrsleistung im internationalen Portfolio. Das EBITDA stieg signifikant um 10,4 % auf 1,44 Mrd. Euro und markiert damit einen historischen Höchstwert. Die EBITDA-Marge verbesserte sich gleichzeitig auf 32,4 %, was die Effizienzsteigerungen im Konzern unterstreicht.
Ergebnis unter Druck trotz operativer Fortschritte
Trotz der positiven operativen Entwicklung ging das Konzernergebnis um 6,7 % auf 468 Mio. Euro zurück. Hauptgründe hierfür waren ein schwächeres Finanzergebnis sowie gestiegene Abschreibungen infolge umfangreicher Investitionen, insbesondere im Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten. Auch das Ergebnis je Aktie sank leicht auf 4,67 Euro. Positiv hervorzuheben ist jedoch die deutliche Verbesserung des Free Cashflows, der nach einem negativen Vorjahreswert wieder in den positiven Bereich zurückkehrte und 24 Mio. Euro erreichte. Dies wurde vor allem durch geringere Investitionsausgaben und eine starke operative Cash-Generierung ermöglicht. Gleichzeitig konnte die Verschuldung reduziert werden: Die Netto-Finanzschulden sanken auf 8,19 Mrd. Euro und das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA verbesserte sich auf 5,7.
Ausblick: Wachstum, Dividende und strategische Expansion
Für das Jahr 2026 blickt Fraport insgesamt optimistisch nach vorn und erwartet eine weitere operative Verbesserung. Das EBITDA soll auf bis zu 1,5 Mrd. Euro steigen, während das Konzernergebnis aufgrund höherer Abschreibungen und Zinskosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme neuer Infrastruktur, insbesondere Terminal 3, auf etwa 300 bis 400 Mio. Euro zurückgehen dürfte. Gleichzeitig wird eine deutliche Verbesserung des Free Cashflows im unteren dreistelligen Millionenbereich prognostiziert.
Ein wichtiges Signal an den Kapitalmarkt ist die geplante Wiederaufnahme der Dividendenzahlung in Höhe von 1,00 Euro je Aktie, erstmals seit der Corona-Krise. Strategisch markiert die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Terminal 3 in Frankfurt einen Meilenstein, der zusätzliche Kapazitäten für langfristiges Wachstum schafft. Parallel dazu bleiben die internationalen Beteiligungen ein zentraler Wachstumstreiber: Flughäfen wie Lima, Antalya oder die griechischen Standorte entwickeln sich dynamisch und liegen teilweise bereits über dem Vorkrisenniveau. Insgesamt positioniert sich Fraport damit klar für weiteres Wachstum bis 2020 mit ambitionierten Zielen bei EBITDA und Cashflow.
Nach Bekanntgabe der Zahlen hat die FRA-Aktie im Handel am 17. März 2026 zunächst 4,8 % an Wert gewonnen.


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