Gold: Grönland-Eskalation treibt Preis über 4.800 USD – Analysten rufen Kursziele bis 7.150 USD aus!

Der Goldpreis kennt aktuell kein Halten mehr. Am Mittwoch markiert er ein frisches Allzeithoch jenseits der Marke von 4.800 USD. Auslöser für diese jüngste Preisexplosion sind massive Sicherheitsbestrebungen der Investoren, die durch neue Zolldrohungen des Weißen Hauses bezüglich Grönland sowie die wieder aufgeflammte Sorge vor einem globalen Handelskrieg befeuert werden. Nach einem bereits historischen Jahr 2025 beweist das Edelmetall, dass die Aufwärtsdynamik auch im 1. Quartal 2026 ungebrochen ist und die psychologisch wichtigen Hürden mit hoher Volatilität überrannt werden.

Analysten überbieten sich angesichts der geopolitischen Lage mit Kurszielen bis 7.150 USD

Die Flucht in den sicheren Hafen wird durch eine toxische Gemengelage aus geopolitischen Spannungen, sinkenden Realzinsen sowie den anhaltenden Bestrebungen von Zentralbanken und Investoren gestützt, die ihre Portfolios vom US-Dollar diversifizieren wollen. Analysten der London Bullion Market Association prognostizieren heute schon Notierungen jenseits der 5.000 USD für das laufende Jahr und betonen in ihrer aktuellen Umfrage: "Gold bleibt nach einem rekordverdächtigen Jahr 2025 die Schlagzeile schlechthin." Noch optimistischer zeigt sich Julia Du, Senior Commodities Strategist bei der ICBC Standard Bank: Sie hält angesichts der verschärften Lage sogar Kurse von bis zu 7.150 USD für möglich.

Goldman Sachs registriert massive Käufe privater Großinvestoren

Auch Goldman Sachs bekräftigt seine bullische Haltung und bezeichnet Gold als den Trade mit der höchsten Überzeugung ("highest-conviction trade"). Daan Struyven, Co-Leiter des globalen Rohstoffresearchs bei der US-Investmentbank, beziffert das Kursziel konservativ auf 4.900 USD. Er verweist auf eine signifikante Verschiebung der Käuferstruktur: Während in den Jahren 2023 und 2024 primär Zentralbankkäufe die Preise trieben, beschleunigte sich die Rallye 2025 durch eine wachsende Nachfrage des Privatsektors. "Privatanleger beginnen, über verschiedene Kanäle in Gold zu diversifizieren", so Struyven in einem Medienbriefing. Insbesondere Zuflüsse in ETFs untermauern diesen Trend.

Gold steigt vom Inflationsschutz zum strategischen Asset der nationalen Sicherheit auf

Der Goldmarkt befindet sich in einer fundamentalen Neubewertung. Da es derzeit multiple geopolitische Konflikte gibt, die sich konkret an territorialen Ressourcenfragen wie in Grönland oder Venezuela entzünden, wandelt sich Gold vom bloßen Inflationsschutz zum strategischen Asset der nationalen und institutionellen Sicherheit. Solange demgemäß die strukturellen Treiber der Abkehr vom US-Dollar sowie der physischen Ressourcenknappheit das makroökonomische Bild dominieren, dürfte jeder Rücksetzer von institutioneller Seite als Kaufgelegenheit genutzt werden. Die Marke von 7.000 USD könnte somit in nicht allzu ferner Zukunft ins Visier der Investoren geraten.


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