Kampfansage durch Amazon! Projekt Leo, Mrd.-Wette auf OpenAI und größter Stellenabbau der Geschichte!

Amazon (i)(AMZN) geht in die totale Offensive. Mit dem Rebranding seiner Satellitenflotte zu "Leo" und einer möglichen 50 Mrd. USD-Investition in OpenAI greift der Tech-Gigant nach der Krone im All und im KI-Sektor. Doch der ambitionierte Wandel hat seinen Preis. Kurz vor den anstehenden Quartalszahlen setzt der Konzern den Rotstift an und plant Massenentlassungen, um die kostspielige Transformation zu finanzieren und die Margen zu sichern.

Projekt Leo - Rebranding im Wettlauf um das Weltraum-Internet

Amazon hat sein Satelliten-Projekt Kuiper offiziell in Amazon Leo umbenannt, eine Anspielung auf den "Low Earth Orbit". Ziel ist es, mit einer Mega-Konstellation weltweit schnelles Breitband-Internet anzubieten und direkt gegen Starlink zu konkurrieren. Das Projekt nimmt Fahrt auf. Über 150 Satelliten sind bereits im Orbit, die Produktion läuft auf Hochtouren, und eine erste "Enterprise Preview" für Firmenkunden startete im November. Der neue Name soll nun den Übergang in die kommerzielle Phase markieren.

FCC-Antrag - Zeitaufschub wegen Raketenmangel

Trotz der Fortschritte kämpft Amazon gegen die Uhr und hat bei der US-Behörde FCC eine Fristverlängerung bis Juli 2028 beantragt. Ursprünglich sollten bis 2026 bereits 1.600 Satelliten aktiv sein. Amazon begründet den Antrag mit externen Faktoren. Während die eigene Satellitenproduktion schneller läuft als geplant, fehlen schlichtweg die Trägerraketen und Startkapazitäten, um die Hardware rechtzeitig ins All zu bringen.

Raketenstarts - Allianzen mit SpaceX und Blue Origin

Um den Rückstand aufzuholen, hat Amazon über 100 Starts gebucht und setzt auf eine breite Allianz. Neben Verträgen mit der Arianespace wurden zusätzliche Starts bei SpaceX und Jeff Bezos' eigener Firma Blue Origin eingekauft. Der nächste Meilenstein steht am 12. Februar an, wenn eine Arianespace-Rakete weitere 32 Satelliten transportiert. Ziel ist es, bis Ende Juli eine Flotte von rund 700 Satelliten im Orbit zu haben.

Gerüchteküche brodelt – 50 Mrd. USD-Wette auf OpenAI?

Für Aufsehen sorgen Berichte, wonach Amazon-CEO Andy Jassy über eine gigantische Investition von bis zu 50 Mrd. USD in OpenAI verhandelt. Dies wäre Teil einer neuen Finanzierungsrunde vor einem möglichen Börsengang der KI-Schmiede. Spekulationen zufolge könnte der Deal daran geknüpft sein, dass OpenAI künftig verstärkt Amazon Web Services und die hauseigenen Trainium-Chips nutzt, ein strategischer Angriff auf die Dominanz von Microsoft und Nvidia.

Ausblick auf die Quartalszahlen - Kostendisziplin im Fokus

Am 5. Februar präsentiert Amazon seine Zahlen für das 4. Quartal nach Börsenschluss. Analysten erwarten einen um 12 % höheren Umsatz von 211,17 Mrd. USD und einen Gewinn je Aktie von 1,94 USD. Neben dem Cloud-Wachstum von AWS steht die Effizienz im Mittelpunkt. Amazon kündigte kürzlich den Abbau von 16.000 Stellen in der Verwaltung an, der größte Einschnitt der Firmengeschichte. Der Markt wird genau beobachten, wie sich diese Sparmaßnahmen auf die Margen auswirken.

Amazon zündet die nächste Stufe – im All und bei der KI

Amazon befindet sich in einer entscheidenden Transformationsphase. Mit dem Rebranding zu Amazon Leo und den Milliardeninvestitionen in die Satellitenkonstellation greift der Konzern Elon Musks Starlink frontal an, muss jedoch logistische Hürden überwinden. Gleichzeitig könnte der potenzielle Einstieg bei OpenAI die Machtverhältnisse im KI-Markt neu ordnen. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob der Spagat zwischen massiven Investitionen und strikter Kostendisziplin gelingt. Für Anleger bleibt Amazon ein spannendes, wenn auch kapitalintensives Schwergewicht, das an mehreren Fronten die Zukunftstechnologien dominiert.

Chart von Amazon. Der Kurs hält sich konstant über 210 USD. Am Donnerstag wird sich zeigen, ob Amazon mit seinen Geschäftszahlen für ein frisches Momentum sorgen kann.

Die Grafik gibt Einblicke in den aktuellen Projektstatus von Amazon Leo, ehemals Projekt Kuiper. Bisher sind erst 150 der 1.600 geplanten Satelliten bis Juli 2026 im All. Aus diesem Grund beantragt man eine Verlängerung bei der FCC bis 2028.

Die Grafik gibt Einblicke in den aktuellen Projektstatus von Amazon Leo, ehemals Projekt Kuiper. Bisher sind erst 150 der 1.600 geplanten Satelliten bis Juli 2026 im All. Aus diesem Grund beantragt man eine Verlängerung bei der FCC bis 2028.


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