Krypto-Crash zieht Robinhood runter – ist der Boden jetzt erreicht?

Robinhood hat im vierten Quartal die Erwartungen beim Umsatz klar verfehlt und damit die jüngste Schwächephase der Aktie weiter verschärft. Der Umsatz stieg zwar um 27 % auf 1,28 Mrd. USD, blieb jedoch deutlich unter den erwarteten 1,36 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie sank um 35 % auf 0,66 USD, lag damit aber leicht über den Schätzungen von 0,63 USD. Besonders die transaktionsbasierten Erlöse von 776 Mio. USD blieben hinter den Prognosen zurück, die bei 798 Mio. USD lagen.

Kryptogeschäft wird zum Bremsklotz

Hauptgrund für die Enttäuschung ist das Kryptosegment. Der starke Rückgang bei Bitcoin und anderen digitalen Assets hat das Handelsvolumen deutlich gedrückt. Entsprechend brachen die Kryptoerlöse ein und lagen klar unter den Prognosen. Obwohl Robinhood sein Angebot in den vergangenen Jahren verbreitert hat, bleibt die Abhängigkeit vom Kryptozyklus ein Risikofaktor.

Optionen und neue Geschäftsfelder geben Halt

Stärker entwickelte sich das Optionsgeschäft, das weiterhin ein zentraler Ertragstreiber ist. Auch andere Transaktionserlöse überraschten positiv. Zudem wächst die Zahl der zahlenden Premiumkunden weiter, was die Monetarisierung verbessert. Das verwaltete Vermögen auf der Plattform legte ebenfalls deutlich zu. Dennoch: Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ging zurück und blieb unter den Erwartungen, was Fragen zur Dynamik im Kerngeschäft aufwirft.

Prognosemärkte als strategische Wette

Ein Hoffnungsträger bleibt der Ausbau der Prognosemärkte. Das Handelsvolumen in diesem Bereich steigt, und regulatorische Signale aus den USA könnten zusätzlichen Spielraum eröffnen. Allerdings bleibt das Umfeld uneinheitlich, da einzelne Bundesstaaten gegen entsprechende Angebote vorgehen. Ob dieses Segment die Schwäche im Kryptobereich dauerhaft kompensieren kann, ist noch offen.


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