Kurs-Explosion um über 30 %! Stride pulverisiert Erwartungen und meldet sich eindrucksvoll zurück!
Die Aktie des US-Bildungstechnologie-Spezialisten Stride (LRN), ehemals K12, erlebt einen historischen Handelstag und schießt vorbörslich um über 30 % in die Höhe. Nach Monaten der Ungewissheit lieferte das Management mit den Zahlen zum 2. Quartal einen echten Befreiungsschlag ab. Umsatz und Gewinn übertrafen nicht nur die Erwartungen der Wall Street deutlich, sondern das Unternehmen bewies auch eindrucksvoll, dass die hausgemachten technischen Probleme der Vergangenheit angehören.
Bildung neu gedacht - Fokus auf Karriere-Lernen
Stride hat sich als führender Anbieter für virtuelle K-12-Schulbildung vom Kindergarten bis zur High School etabliert. Der wahre Wachstumsmotor ist jedoch das Segment "Career Learning". Hier werden Schüler der Mittel- und Oberstufe gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereitet, ein Modell, das sich als deutlich dynamischer erweist als die klassische Allgemeinbildung. Ergänzt wird das Portfolio durch Weiterbildungsangebote für Erwachsene.
Zahlenfeuerwerk für Q2 - Gewinnmargen und Umsatz im Aufwind
Im 2. Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 7,5 % auf 631,3 Mio. USD, während das bereinigte Betriebsergebnis überproportional um 17 % auf 159 Mio. USD zulegte. Der Gewinn pro Aktie von 2,50 USD schlug die Erwartungen von 2,32 USD klar. Besonders stark zeigten sich die Margenwerte. Während die Erlöse in der Allgemeinbildung sanken, explodierte der Umsatz im Bereich der beruflichen Weiterbildung um fast 30 %, begleitet von einer verbesserten Bruttomarge auf 41,1 %.
Schülerzahlen - Run auf berufliche Bildung
Die Gesamtzahl der Einschreibungen stieg um 7,8 % auf 248.500. Dabei zeigt sich eine klare Verschiebung. Während das klassische Segment leicht schwächelte, verzeichnete das "Career Learning" einen Zuwachs von 17,6 % auf 111.500 Schüler. Stride gelingt es zudem, den Umsatz pro Schüler zu steigern, was die Preissetzungsmacht und den erfolgreichen Mix-Wandel unterstreicht.
Ende der Angst - Technik-Probleme gelöst
Die größte Sorge der Anleger durch massive Probleme bei der Plattform-Migration ist vom Tisch. CEO James Rhyu bestätigte, dass die technischen Hürden überwunden sind. Das Anrufvolumen beim Support fiel um über 90 %, und die Abmelderaten haben sich normalisiert. Das Management priorisierte erfolgreich Stabilität vor Wachstum, um das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.
Prognose rauf, Aktienrückkäufe laufen
Als Reaktion auf das starke Quartal hob Stride die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis auf 485 bis 505 Mio. USD an und bestätigte den Umsatzausblick. Untermauert wird der Optimismus durch ein aktives Aktienrückkaufprogramm. Allein im letzten Quartal wurden eigene Anteile für fast 89 Mio. USD erworben.
Turnaround geglückt – Weg frei für Wachstum
Stride hat die technologischen Kinderkrankheiten überwunden und bewiesen, dass das Geschäftsmodell auch nach der Pandemie hochprofitabel ist. Die starke Nachfrage nach berufsbildenden Programmen fungiert als langfristiger Kurstreiber. Der massive Kursanstieg ist die logische Quittung für einen gelungenen Turnaround und wiederhergestelltes Vertrauen.


Die Grafik zeigt den geglückten Turnaround mit den eindrucksvollen Zahlen für das 2. Quartal. Einschreibungen steigen weiter und die technischen Probleme sind gelöst.
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