Laut Insiderquellen erwirbt der aktivistische Investor Elliott einen Anteil am Ölkonzern BP
Eine Insiderquelle hat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass der aktivistische Investor Elliott Investment Management eine Beteiligung am Ölkonzern BP aufgebaut habe. Die genaue Größe der Beteiligung sei nicht bekannt.
Elliott Investment Management L.P. (zusammen mit seinen verbundenen Unternehmen "Elliott") ist eigenen Angaben zufolge einer der ältesten Investmentmanager seiner Art unter kontinuierlicher Leitung. Zum Ende des vergangenen Juni hat sich das verwaltete Vermögen von Elliott auf knapp 70 Mrd. USD belaufen. Der einflussreiche aktivistische Investor hatte laut der Nachrichtenagentur zuletzt eine Aufspaltung von Honeywell gefordert und eine Beteiligung an Anglo American aufgebaut.
BP-Aktie bleibt hinter der Konkurrenz zurück
Die Aktie von BP hat sich in der jüngsten Vergangenheit deutlich schlechter entwickelt als die Kurse von Konkurrenten wie Exxon oder Chevron. Elliott bemühe sich, den Wert für die Aktionäre zu steigern, indem es BP dazu dränge, transformative Maßnahmen in Betracht zu ziehen, berichtete Reuters unter Berufung auf eine Nachricht von Bloomberg News. Der aktivistische Investor erkenne eine Unterbewertung bei BP, heißt es weiter. Weder Elliott noch BP hätten eine Stellungnahme abgegeben.
BP-CEO will Kosten bis Ende 2026 weiter senken
BP-CEO Murray Auchincloss arbeite daran, das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen wiederherzustellen, so der Reuters-Bericht. Dafür sollten die Kosten bis Ende 2026 um mindestens 2 Mrd. USD gesenkt werden. Auchincloss, der im Januar 2024 zum CEO von BP ernannt wurde, leitet laut Angaben des Konzerns die Strategie, BP von einem internationalen Ölkonzern zu einem integrierten Energieunternehmen zu transformieren. Laut BP hat der CEO große Fortschritte bei der Modernisierung von BPs Finanzteams erzielt und die Kostenkontrolle verbessert.
Schwächere Raffineriemargen belasten Big Oil-Konzerne
Big Oil sieht sich aktuell deutlich schwächeren Raffineriemargen gegenüber und erwartet kurzfristig kaum Chancen auf eine Verbesserung der Raffineriegewinne. Bereits im Rahmen der Zahlen zum 3. Quartal hat BP einen Ausblick auf geringere Raffineriemargen gegeben. Der Konkurrent Exxon hat das im vergangenen Jahr in seiner Sparte "Energy Products" zu spüren bekommen. Die Margen fielen von einem historisch hohen Niveau, da ein steigendes Angebot durch Kapazitätserweiterungen die weltweite Rekordnachfrage übertraf.
Der Autor Luca Bißmaier ist in folgende Werte investiert: Exxon
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