Nvidia im Kreuzfeuer! China zieht beim H200-Chip den Stecker und bringt 30 Mrd. USD Umsatz in Gefahr!

Es sollte der nächste Umsatz-Turbo für den KI-Giganten werden, doch nun droht eine Vollbremsung. Nvidias (NVDA) Hoffnungsträger H200 ist zum Spielball im Handelskrieg geworden. Während Washington den Export unter Auflagen genehmigt, blockiert Pekings Zoll rigoros die Einfuhr. Die Produktion steht still und ein sicher geglaubtes 30 Mrd. USD schweres Geschäft wackelt bedenklich. Doch Analysten blasen trotz dieses Wirtschaftskrimis weiter zum Einstieg.

Das 30 Mrd. USD-Herzstück - Nvidias H200

Der H200-Chip von Nvidia ist entscheidend für die Verteidigung der KI-Marktführerschaft. Als leistungsstarker Vorgänger der kommenden Blackwell-Serie und der später folgenden Vera-Rubin-Chips wurde der H200 speziell darauf ausgelegt, komplexe KI-Modelle effizienter zu trainieren, als es bisher möglich war. Besonders in China ist die Nachfrage gigantisch. Über eine Mio. Bestellungen liegen vor, was bei einem Stückpreis von ca. 27.000 USD einem potenziellen Umsatzvolumen von bis zu 30 Mrd. USD entspricht. Nvidia hatte fest mit diesem Umsatzschub geplant, doch die Hoffnung, diesen Chip trotz US-Restriktionen in großem Stil verkaufen zu können, wackelt nun bedenklich.

Vollbremsung in der Lieferkette - Wenn der Zoll die Bänder stoppt

Die Zulieferer, die ihre Kapazitäten für einen geplanten Auslieferungsstart im März maximiert hatten, mussten die Produktion abrupt einstellen. Auslöser ist eine Blockade durch den chinesischen Zoll, der die Einfuhr der KI-Prozessoren verweigert. Diese Unterbrechung ist für Nvidia ein logistischer Albtraum. Die Zulieferer hatten zuvor ohne Pause gearbeitet, um die erwartete Flut an Bestellungen bewältigen zu können. Dass nun die Produktion ruht, zeigt, wie ernst die Lage ist. Es handelt sich hierbei nicht um eine kleine Verzögerung, sondern um einen fundamentalen Eingriff in den Warenstrom, der die geplanten Auslieferungen im März akut gefährdet und Nvidia dazu zwingt, seine Logistikstrategie für den asiatischen Raum grundlegend zu überdenken.

Peking macht ernst - Importverbot und Kaufstopp

Die chinesische Regierung greift hart durch. Zollbeamte wurden angewiesen, H200-Lieferungen an der Grenze abzufangen. Parallel dazu wies Peking inländische Tech-Konzerne an, ihre Bestellungen bei Nvidia zu stoppen. Ziel ist die Stärkung der heimischen Chip-Industrie. Ausländische Hardware soll nur noch beschafft werden dürfen, wenn es absolut "notwendig" ist. Damit will sich China proaktiv von US-Technologie entkoppeln, selbst wenn dies kurzfristig Nachteile für die eigenen Unternehmen bedeutet.

Washingtons Strategie - Grünes Licht mit Preisschild

Ironischerweise hatte US-Präsident Trump den Export des H200 kurz zuvor genehmigt, allerdings unter strengen Auflagen. Die Bedingung sah einen Zoll von 25 % und eine Mengenbegrenzung auf 50 % des US-Verkaufsvolumens vor. Während die USA also versuchen, über Zölle Einnahmen zu generieren und den Handel kontrolliert zuzulassen, schiebt nun Peking den Riegel vor. Nvidia sitzt damit in der Falle zwischen US-Exportbedingungen und chinesischen Importblockaden.

Unerschütterlicher Optimismus - Analysten jubeln dennoch

Trotz dieser massiven geopolitischen Gegenwinde und der drohenden Umsatzverluste in China bleiben die Experten an der Wall Street bemerkenswert gelassen, ja sogar optimistisch. Die globale KI-Nachfrage ist so hoch, dass Nvidia regionale Ausfälle kompensieren kann. Analysten von Jefferies sehen ein Kursziel von 275 USD und RBC rufen ein Kursziel von 240 USD aus, sehen die Aktie im Vergleich zum Wachstumspotenzial sogar als unterbewertet an und raten weiterhin zum Kauf. Das Vertrauen in die technologische Überlegenheit überwiegt die geopolitischen Risiken.

Geopolitischer Gegenwind trifft auf KI-Megatrend

Nvidia befindet sich inmitten eines Wirtschaftskrimis, bei dem 30 Mrd. USD Umsatz im Feuer stehen. Doch während die Politik die Handelsrouten blockiert, bleibt die fundamentale Story intakt. Die Welt braucht Rechenpower, und Nvidia liefert sie. Für Anleger bedeutet dies kurzfristige Volatilität, doch der langfristige Aufwärtstrend des KI-Zeitalters scheint auch durch Pekings Blockade nicht gestoppt zu werden.

Chart von Nvidia. Der Kurs von Nvidia kommt momentan nicht recht vom Fleck und pendelt im Bereich 180 USD hin und her.

Die Grafik zeigt eindrucksvoll, wie stark Nvidia mit seinem H200-Chip zwischen den Weltmächten USA und China steht.

Die Grafik zeigt eindrucksvoll, wie stark Nvidia mit seinem H200-Chip zwischen den Weltmächten USA und China steht.


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