Nvidia und Schneider Electric kooperieren für effizientere Rechenzentren
Der Anbieter von Elektrosystem-Hardware und der Chiphersteller erklärten, virtuelle Darstellungen von Rechenzentren würden verbesserte Designs ermöglichen, um den Stromverbrauch besser zu steuern. Die KI-Revolution und ihre extremen Anforderungen an Rechenzentren haben den Stromverbrauch in die Höhe getrieben.
Durch das virtuelle Abbild können Rechenzentren effizienter gestaltet werden
Die Erstellung einer virtuellen Nachbildung der elektrischen Infrastruktur eines Rechenzentrums trägt zur Verbesserung des Betriebs und zur Senkung des Strombedarfs bei. Die Integration von KI in den Bauprozess bedeute auch, dass KI-Technologie selbst zur Gestaltung effizienter Abläufe beitrage, erklärt Pankaj Sharma, Executive Vice President bei Schneider Electric. Partnerschaften mit Nvidia erweitern Schneiders Rechenzentrumspräsenz. Dies gilt auch für die kürzlich abgeschlossene Übernahme des Anbieters von Flüssigkeitskühlungstechnologie Motivair.
Die Entwicklung rundum DeepSeek stellten die hohen Investitionen in KI in Frage
Die Wachstumserwartungen für Rechenzentren gerieten nach dem Erscheinen der chinesischen KI-Anwendung DeepSeek im Januar ins Wanken. Diese wurde angeblich für einen Bruchteil der Kosten entwickelt, die Alphabet, Meta Platforms, OpenAI und andere für die Entwicklung ihrer KI-Anwendungen aufwenden. DeepSeek weckte die Befürchtung, dass nützliche KI-Anwendungen möglicherweise nicht Hunderte von Milliarden Dollar in Rechenzentrumsinfrastruktur investieren müssten. "Die Volatilität in diesem Markt ist etwas, das wir alle beobachten", sagte Sharma.
Die Zukunft für Schneider Electric sieht rosig aus
Die Investitionsausgaben von Alphabet, Amazon, Meta Platforms und Microsoft werden voraussichtlich bis 2025 300 Mrd. USD übersteigen, ein Anstieg von über 30 % gegenüber dem Vorjahr. Steigernde KI-Ausgaben sind ein Grund dafür, warum Barron’s bereits Ende Oktober positiv über die Schneider-Aktie schrieb. Die hohen Ausgaben werden sich auch in den Auftragsbüchern von Schneider niederschlagen.
So wird Schneider laut Konsensschätzungen der Wall Street in den nächsten Jahren voraussichtlich schneller wachsen als der S&P 500 und dürfte seine Gewinne jährlich um 12 bis 13 % steigern. Strategische Kapazitätsinvestitionen, insbesondere in Nordamerika, Indien und dem Nahen Osten, wurden jüngst vom Unternehmen zur Unterstützung von Wachstumschancen betont.
Dabei verspürt das Management eine dynamische Marktnachfrage in allen Segmenten. Die diskrete Automatisierung dürfte sich in der 2. Jahreshälfte 2025 weiter erholen. Wiederkehrende Umsätze aus Dienstleistungen und Software bleiben ebenfalls ein wichtiger Wachstumstreiber.
Bildherkunft: AdobeStock_815059478