Planet Labs landet Mega-Deal! Schweden kauft eigene Satellitenflotte zur Ermittlung von Raumdaten!

Planet Labs (PL) treibt die Kommerzialisierung der Erdbeobachtung weiter voran und sichert sich einen dreistelligen Millionenvertrag mit den schwedischen Streitkräften. Mit eigenen Satelliten, hochauflösenden Daten und Echtzeit-Analysefähigkeiten verschafft sich Schweden souveräne Aufklärungskapazitäten aus dem All und Planet Labs etabliert sich als zentraler Lieferant strategischer Raumdaten für verbündete Staaten.

Planet Labs – Datenspezialist für die Erde aus dem All

Planet Labs ist ein führender Anbieter satellitengestützter Erdbeobachtungsdaten und Analyseplattformen. Das Unternehmen betreibt die größte Flotte kommerzieller Erdbeobachtungssatelliten und liefert nahezu tägliche Aufnahmen der globalen Landmasse. Die Daten sind für zahlreiche Branchen existenziell, weil sie Veränderungen sichtbar machen, Risiken früh identifizieren und Entscheidungen in Echtzeit ermöglichen. Staaten nutzen diese Daten zur Sicherheits- und Lagebeurteilung, während Unternehmen damit Landwirtschaft, Infrastruktur, Lieferketten oder Umweltrisiken steuern. Transparenz, Geschwindigkeit und Unabhängigkeit von lokalen Informationsquellen machen Satellitenbilder zum strategischen Werkzeug in einer zunehmend geopolitisch angespannten und datengetriebenen Welt.

Schweden bestellt eigene Satellitenflotte für dreistelligen Mio.-Betrag

Zu Jahresbeginn meldete Planet einen mehrjährigen Vertrag über eine niedrige dreistellige Millionensumme mit den schwedischen Streitkräften. Schweden erwirbt damit eigene Planet-Satelliten und erhält Zugang zu hochauflösenden Daten sowie Analyse- und Lagebildlösungen. Ziel ist es, rasch souveräne weltraumgestützte Aufklärungsfähigkeiten aufzubauen, ohne die hohen Investitionen, langen Projektlaufzeiten und Komplexitäten eigener Systeme tragen zu müssen. Für Planet ist es bereits der dritte große Regierungsauftrag innerhalb von zwölf Monaten, nach Deals mit Japan und Deutschland, was die Nachfrage nach skalierbaren weltraumgestützten Sicherheitslösungen unterstreicht. Insgesamt generierte Planet damit über eine halbe Mrd. USD an Vertragsvolumen in nur einem Jahr und verankert sich zunehmend als bevorzugter Partner verbündeter Staaten.

Pelican-6 liefert erste Bilder – Sprung für die Echtzeit-Aufklärung

Technologisch treibt Planet seine Plattform weiter voran. Anfang Dezember wurden erste Aufnahmen des neu gestarteten Pelican-6 veröffentlicht, nur einen Tag nach dem Raketenstart. Die Bilder, unter anderem vom Flughafen in Lhasa, entstanden noch in der Kalibrierphase und sollen sich mit der finalen Umlaufbahn weiter verbessern. Die Pelican-Serie bietet Auflösungen von bis zu 30 cm, multispektrale Sensorik und On-Orbit-Analyse dank NVIDIA-Jetson-KI-Chips. Die Fähigkeit, Daten direkt im All zu verarbeiten, reduziert Latenzen, beschleunigt Auswertung und ermöglicht Kunden, schneller zu handeln. Damit erschließt Planet Märkte, in denen Geschwindigkeit und Detailtiefe entscheidend sind, von Katastrophenschutz über Infrastruktur bis zur nationalen Sicherheit.

Satellitendaten werden zum sicherheitsrelevanten Rohstoff

Der Schweden-Vertrag und die Pelican-Fortschritte zeigen, dass Satellitenaufklärung kein Nischenprodukt mehr ist, sondern zum geopolitischen und wirtschaftlichen Schlüsselrohstoff wird. Planet profitiert von diesem strukturellen Wandel, da es skalierbare Serienproduktion, Datenauswertung und Software aus einer Hand bietet. Die jüngste Auftragswelle stärkt die Umsatzsichtbarkeit über mehrere Jahre und verschiebt die Nachfrage zunehmend von einmaligen Bildaufträgen hin zu strategischen, souveränen Raumkapazitäten. Für Investoren bleibt Planet Labs damit ein spannender Wachstumswert in einem sich dynamisch öffnenden Marktsegment.

Chart von Planet Labs. Der Satellitenbetreiber konnte sich in einem Jahr fast verfünffachen. Mit dem Schweden-Deal gelingt der Ausbruch auf ein Hoch bei 25 USD.


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