Portfolio-Wende bei Berkshire zum Abschied: Warren Buffett reduziert Tech- und Bankriesen!
Im letzten Quartal von Warren Buffett als CEO hat Berkshire Hathaway (NYSE: BRK.A, BRK.B) bedeutende Anpassungen im Aktienportfolio vorgenommen. Wie das Wall Street Journal berichtet, verkaufte das Unternehmen im Dezember-Quartal 50,8 Mio. Aktien der Bank of America sowie 10,3 Mio. Apple-Aktien. Es ist bereits das dritte Quartal in Folge, in dem Berkshire seine Beteiligung am iPhone-Hersteller reduziert. Gleichzeitig baute der Konzern eine neue Position in der New York Times auf und erwarb 5,1 Mio. Aktien des Medienunternehmens.
Die Transaktion wurde im Rahmen einer regulatorischen 13F-Meldung veröffentlicht. Solche Einreichungen geben Investoren Einblick in die Portfolios großer institutioneller Anleger, auch wenn sie mit zeitlicher Verzögerung erfolgen.
Medien-Comeback trotz früherem Zeitungsverkauf
Bemerkenswert ist der Einstieg bei der New York Times vor dem Hintergrund, dass Berkshire 2020 seine eigenen Regionalzeitungen für 140 Mio. USD verkauft hatte. Damals galt dies als Signal, dass Buffett das klassische Zeitungsgeschäft für strukturell angeschlagen hielt. Die New York Times hingegen hat ihr Geschäftsmodell erfolgreich diversifiziert, etwa durch digitale Abonnements, Spiele und Kochangebote, und konnte im nachbörslichen Handel zulegen.
Übergang zu Greg Abel und weitere Portfolioanpassungen
Mit Jahresbeginn hat Greg Abel die CEO-Rolle übernommen. Er verantwortet nun ein breit diversifiziertes Konglomerat aus Beteiligungen und operativen Tochtergesellschaften. Neben Apple und Bank of America reduzierte Berkshire auch seine Amazon-Beteiligung um 77 %. Unverändert blieb dagegen das Engagement bei Kraft Heinz, dessen geplante Aufspaltung Buffett nicht unterstützt.
Die Portfolio-Anpassungen markieren damit nicht nur das Ende einer Ära Buffett, sondern auch eine strategische Neujustierung unter neuer Führung. Die vollständigen Jahresergebnisse von Berkshire werden zusammen mit Abels erstem jährlichen Aktionärsbrief am 28. Februar 2026 erwartet. Der Markt rechnet für das Q4/2025 mit einem Umsatz von 96,98 Mrd. USD und einem Gewinn je Aktie von 5,51 USD.


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