Stellantis-Aktie fällt zum fünfjährigen Jubiläum um 43 % – Automobilriese kämpft um die Wende
Fünf Jahre nach der Gründung des transatlantischen Automobilherstellers Stellantis hat sich die Entwicklung für die Investoren nicht so ausgezahlt, wie ursprünglich geplant. Die US-Aktien des Unternehmens, entstanden aus der 52-Milliarden-Dollar-Fusion von Fiat Chrysler und der französischen PSA-Gruppe am 16. Januar 2021, sind über diesen Zeitraum um rund 43 % gefallen.
Ein turbulenter Kursverlauf: Vom Hoch zum Absturz
Die Geschichte der Aktie ist jedoch nicht nur von Verlusten geprägt. Zunächst verzeichnete das Papier starke Gewinne und erreichte im März 2024 seinen Höchststand, als es im Vergleich zum Börsendebüt um 74 % im Plus lag. Doch dieser Erfolg war nicht von Dauer. In der Folgezeit stürzte die Aktie ab, belastet durch enttäuschende Finanzergebnisse und aggressive Sparmaßnahmen, die das Vertrauen der Anleger erschütterten.
Führungswechsel: Antonio Filosa übernimmt das Steuer
Ein zentraler Wendepunkt war der Abgang des langjährigen CEOs Carlos Tavares, der das Unternehmen im Dezember 2024 verließ. Sein Nachfolger, Antonio Filosa, steht nun vor der Aufgabe, den Kurs zu korrigieren. Filosa setzt derzeit einen umfassenden Umstrukturierungsplan um. Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, die verloren gegangenen Marktanteile in den USA zurückzuerobern. Insbesondere die Kernmarken Jeep und Ram, die einst als Profitgaranten galten, sollen wieder gestärkt werden, nachdem sie massive Absatzeinbrüche hinnehmen mussten.
Die Herausforderungen: Einbruch in Nordamerika und hohe Kosten
Die Hürden für den neuen CEO sind hoch. Das Unternehmen kämpft an mehreren Fronten:
- Absatzrückgang: Die Auslieferungen in Nordamerika sind zuletzt um mehr als 30 % eingebrochen.
- Kostenstruktur: Hohe Rohstoffpreise belasten die Margen.
- Technologiewandel: Der Übergang zur Elektromobilität gestaltet sich schwieriger und kostspieliger als erwartet.
Ausblick 2026: Das "Jahr der Ausführung"
Das Management hat das Jahr 2026 als ein "Jahr der Anpassung" und vor allem als "Jahr der Ausführung" (Year of Execution) ausgerufen. Die Strategie für die Wende stützt sich auf zwei Säulen: die Einführung neuer Modelle und eine verbesserte Verfügbarkeit der Produkte. Ziel ist es, durch diese operativen Verbesserungen die Rentabilität wiederherzustellen und das Vertrauen der Wall Street und der Investoren zurückzugewinnen, während das Unternehmen in sein sechstes Jahr startet.


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