TotalEnergies liefert grüne Energie an Google für die Rechenzentren in Malaysia
TotalEnergies SE (Euronext Paris: TTE) und Google haben einen langfristigen Stromliefervertrag geschlossen, der die wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien für die globale Digitalwirtschaft unterstreicht. Konkret handelt es sich dabei um ein 21-jähriges Power Purchase Agreement (PPA), über das Google künftig insgesamt 1 Terrawattstunde zertifizierten Ökostrom aus einem neuen Solarprojekt in Malaysia beziehen wird. Die Vereinbarung dient der Versorgung von Googles Rechenzentren im Land und ist Teil der Strategie des Technologiekonzerns, neue saubere Erzeugungskapazitäten dort aufzubauen, wo der Strom tatsächlich verbraucht wird.
Solarprojekt in Kedah als Herzstück der Vereinbarung
Der Strom stammt aus dem Solarpark Citra Energies in der nordmalaysischen Provinz Kedah. Die Anlage mit einer Leistung von 20 Megawatt soll Anfang 2026 in die Bauphase gehen. Entwickelt wird das Projekt von TotalEnergies, die 49 % daran halten, gemeinsam mit dem lokalen Partner MK Land, der 51 % besitzt. Die malaysische Energiebehörde hat das Projekt bereits 2023 im Rahmen des Corporate Green Power Programme (CGPP) vergeben. Der Liefervertrag tritt mit der finanziellen Abwicklung des Projekts in Kraft, die für das 1. Quartal 2026 erwartet wird.
Strategischer Baustein für Googles Klimaziele
Für Google ist die Vereinbarung ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer vollständig klimaneutralen Energieversorgung seiner Infrastruktur. Insbesondere der stark steigende Energiebedarf von Rechenzentren macht langfristige und verlässliche Stromquellen notwendig. Durch die direkte Anbindung an neue Solarerzeugung unterstützt Google nicht nur die eigene Dekarbonisierung, sondern auch den Ausbau der lokalen Strominfrastruktur in Malaysia. Das Unternehmen betont zudem den positiven Effekt solcher Investitionen auf regionale Wirtschaft und Energiesysteme.
TotalEnergies baut Position im Stromgeschäft weiter aus
Für TotalEnergies fügt sich der Vertrag nahtlos in die Strategie ein, das Stromgeschäft, insbesondere mit Großkunden aus der Techindustrie, auszubauen. Ähnliche PPAs bestehen bereits mit Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Merck. Der Energiekonzern verfügt inzwischen über mehr als 32 Gigawatt installierte erneuerbare Erzeugungskapazität und strebt bis Ende 2025 etwa 35 Gigawatt an. Langfristig sollen über 100 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden, wobei der Konzern im Stromsegment eine Profitabilität von ca. 12 % anpeilt.

Bildherkunft: AdobeStock_626594604