Totgesagte leben länger! Warum Salesforce im KI-Sturm jetzt zum vernichtenden Gegenschlag ausholt!
Der Software-Sektor blutet, getrieben von der Angst, dass Künstliche Intelligenz traditionelle Geschäftsmodelle vernichtet. Während Anleger in Deckung gehen und Bewertungen auf historische Tiefststände fallen, bläst Salesforce (i)(CRM) jedoch zur Offensive. Anstatt das Feld zu räumen, nutzt der Tech-Gigant die Krise für eine radikale Neuausrichtung, von der Weltbühne in Davos bis zum Super Bowl, und bietet Anlegern inmitten der Panik womöglich eine der spannendsten Chancen des Jahres.
Panik oder Kaufchance? Software-Aktien im KI-Schatten
Der Software-Sektor erlebt derzeit einen massiven Vertrauensverlust, ausgelöst durch Ängste, dass KI traditionelle Software verdrängen könnte. Eine Studie von Anthropic befeuerte diese Sorgen und schickte den SaaS-Sektor auf Talfahrt, der schlechteste Jahresstart seit 2022. Während Chip-Aktien boomen, notieren Giganten wie Salesforce oder Adobe auf historisch günstigen Bewertungen mit einem KGV von rund 18. Analysten sehen in dieser Diskrepanz jedoch eine Chance. Der Markt könnte die Bedrohung überbewerten und die Fähigkeit der Platzhirsche zur Innovation unterschätzen.
Showdown in Davos - Mit EVA und Agentforce 360 zur Weltelite
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos demonstriert Salesforce die Macht seiner neuen "Agentforce 360"-Plattform. Speziell für die 3.000 Führungskräfte wurde die Concierge-App "EVA" entwickelt, die auf der mächtigen "Data 360"-Engine basiert. EVA ist kein simpler Chatbot, sondern ein handelnder Agent. Sie plant autonom Meetings, erstellt komplexe Briefings in Sekunden und navigiert Teilnehmer durch das Event. Salesforce will damit beweisen, dass ihre KI nicht nur redet, sondern komplexe Aufgaben erledigt und so das "Agentic Enterprise" zur Realität macht.
Der neue Slackbot - Das zweite Gehirn für den Büroalltag
Parallel dazu revolutioniert der neue Slackbot die Büroarbeit. Im Gegensatz zu isolierten KI-Tools ist er tief in die Unternehmensdaten integriert. Er kennt den Kontext von Projekten, Kollegen und Dateien, natürlich datenschutzkonform. Nutzer berichten von bis zu 90 Minuten Zeitersparnis täglich, da der Bot verpasste Chats zusammenfasst, Dokumente sofort findet und Meetings vorbereitet. Statt ständig Apps zu wechseln, haben Mitarbeiter nun einen intelligenten Assistenten direkt im Chat, der Routineaufgaben übernimmt und den Fokus auf strategische Arbeit lenkt.
Mr. Beast und der Super-Bowl-Coup
Um diese Technologie weltweit bekannt zu machen, setzt Salesforce auf die größtmögliche Bühne, den Super Bowl am 8. Februar 2026. Gemeinsam mit YouTube-Megastar Mr. Beast wurde ein Werbespot produziert, der das Börsen-Narrativ drehen soll. In einem ersten Teaser schraubt der Influencer die Erwartungen in die Höhe und deutet an, dass Zuschauer "Millionäre werden könnten". Ob Gewinnspiel oder Metapher bleibt offen, doch fest steht: Salesforce investiert massiv, um sicherzustellen, dass die neuen Produkte nicht übersehen werden.
Der schlafende Riese erwacht zum Gegenangriff
Salesforce befindet sich im Gegenangriff. Während der Aktienkurs noch unter der Branchen-Skepsis leidet, zündet CEO Marc Benioff operativ ein Feuerwerk. Mit der Agentforce-Plattform in Davos, dem produktivitätssteigernden Slackbot und der aggressiven Mr.-Beast-Kampagne zeigt der Konzern, dass er die KI-Transformation anführt. Für Anleger könnte die Kombination aus historisch niedriger Bewertung und dieser Innovations-Offensive eine seltene Einstiegsgelegenheit bieten.


Die Grafik illustriert zum einen die große Angst davor, dass KI Softwareunternehmen überflüssig machen könnte, und zum anderen die Innovations-Offensive von Salesforce.
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