TSMC: KI-Gigant zerschmettert Prognosen – Rekordmargen und 2nm-Start zünden nächste Wachstumsstufe!

Der weltgrößte Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) hat am heutigen Donnerstag Zahlen für das 4. Quartal 2025 vorgelegt, die selbst die optimistischsten Prognosen der Wall Street in den Schatten stellen. Während der breite Halbleitermarkt in zyklischen Wellen verläuft, koppelt sich TSMC dank des unersättlichen Bedarfs an KI vollständig vom Rest der Branche ab. Die heute veröffentlichten Bilanzen sind nicht nur ein bloßer Gewinnsprung, sondern ein eindeutiges Indiz dafür, dass der KI-Infrastruktur-Zyklus noch lange nicht seinen Zenit erreicht hat. Als exklusiver Lieferant für die High-End-Chips von NVIDIA und Apple untermauert der Konzern seine Rolle als unverzichtbares Rückgrat der modernen Technologieökonomie.

Die Auftragsbücher für 2026 sind bereits zum großen Teil gefüllt

Das taiwanische Unternehmen profitiert dabei massiv von der strategischen Abhängigkeit der großen US-Tech-Giganten. Sowohl NVIDIA als auch Apple und AMD lassen ihre fortschrittlichsten Prozessoren fast ausschließlich in den Fabriken der Taiwaner fertigen. Insbesondere die Nachfrage nach KI-Beschleunigern hat dazu geführt, dass TSMCs Kapazitäten für fortschrittliche Packaging-Verfahren (CoWoS) für das Jahr 2026 fast ausgebucht sind. C.C. Wei, CEO von TSMC, betonte in der Analystenkonferenz die Nachhaltigkeit dieses Trends: "Die KI-Nachfrage ist real und sie beschleunigt sich weiter. Wir sehen keine Anzeichen einer Abschwächung, sondern vielmehr ein strukturelles Wachstum, das unsere aggressivsten Kapazitätsplanungen validiert." Auch Finanzchef Wendell Huang kommentierte die operative Stärke: "Unser Geschäft im 4. Quartal wurde durch eine anhaltend starke Nachfrage nach unseren marktführenden Prozesstechnologien, insbesondere im 3-Nanometer-Bereich, getragen."

Der offizielle Start der 2nm-Massenproduktion sichert den technologischen Vorsprung für die nächste Generation

Technologisch hat TSMC den Vorsprung zur Konkurrenz im abgelaufenen Quartal weiter ausgebaut und einen historischen Meilenstein erreicht. Im stillen Kämmerlein, aber mit gewaltiger industrieller Tragweite, startete im 4. Quartal 2025 offiziell die Massenproduktion der 2-Nanometer-Chips (N2). Diese neue Technologiegeneration, die erstmals auf Nanosheet-Transistoren setzt, verspricht im Vergleich zur aktuellen 3nm-Klasse entweder 10 bis 15 % mehr Leistung oder eine Reduktion des Stromverbrauchs um bis zu 30 %. Gefertigt werden diese Chips primär in der Halbleiterfabrik 22 in Kaohsiung sowie in Hsinchu. Gleichzeitig treibt der Konzern den Ausbau seiner Advanced-Packaging-Kapazitäten voran. Berichten zufolge hat sich allein NVIDIA rund 70 % der verfügbaren CoWoS-L-Kapazitäten für das Jahr 2026 gesichert, was die Preissetzungsmacht von TSMC gegenüber seinen Kunden drastisch erhöht.

Eine Bruttomarge von über 62 % und ein massiver Gewinnsprung demonstrieren die operative Exzellenz

Der konsolidierte Umsatz von TSMC kletterte im 4. Quartal 2025 auf 1,046 Bio. New Taiwan Dollar (TWD), was umgerechnet rund 32,1 Mrd. Euro entspricht. Damit übertraf TSMC die eigene Prognose von maximal 31,8 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Umsatzwachstum von 20,5 % in lokaler Währung. Noch beeindruckender fiel die Profitabilität aus. Der Nettogewinn sprang um satte 35,0 % auf 505,74 Mrd. TWD (ca. 15,5 Mrd. Euro). Die Bruttomarge, ein kritischer Indikator für die Preissetzungsmacht und Effizienz in der Halbleiterfertigung, landete bei herausragenden 62,3 % und schlug damit die Erwartungen von maximal 61,0 % signifikant. Für das 1. Quartal 2026 stellt das Management nun sogar Umsätze von bis zu 34,1 Mrd. Euro und eine Bruttomarge von bis zu 65 % in Aussicht.

Der KI-Superzyklus macht die Aktie zum Basisinvestment für die digitale Infrastruktur der Zukunft

Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass der KI-Boom kein kurzfristiger Hype, sondern ein Superzyklus ist, an dem kein Weg an den Taiwanern vorbeiführt. Die Kombination aus gestarteter 2nm-Fertigung, ausverkauften Packaging-Kapazitäten und einer Bruttomarge jenseits der 60-Prozent-Marke zeigt, dass TSMC nicht nur technologisch, sondern auch ökonomisch in einer eigenen Liga spielt. Wer in KI investieren will, sollte sich TSMC genau anschauen, da hier der 'Kies' für die digitale Straße der Zukunft exklusiv geschürft wird.


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