Auto1 Group – Autoplattformanbieter leidet unter unbegründeten KI-Sorgen.

Wenn die Auto1 Group [WKN: A2LQ88, ISIN: DE000A2LQ884] bei der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes für 2025 nicht eine verhaltene Prognose abgeliefert hätte, wäre der MDAX-Titel laut Börse Online (Ausgabe 19/2026) womöglich nicht so sehr unter Druck gekommen. Da die Marktteilnehmer jedoch eine viel stärkere Margenexpansion erwartet hatten, wurde die Aktie erst einmal auf Talfahrt geschickt.

Die Branche leide unter KI-Sorgen. Immer wieder könne man in Foren oder bei einzelnen Autoren die Befürchtung lesen, dass KI Portale wie Auto1 überflüssig machen könnten. Allerdings dürfe vielmehr das Gegenteil der Fall sein.

MDAX-Konzern verfügt über einen nicht replizierbaren Datenschatz als Wettbewerbsvorteil

Auto1 verfüge nach insgesamt 14 Jahren mit realen Transaktionen über einen Datenschatz, den kein Wettbewerber vorzuweisen habe oder replizieren könne. Die hauseigenen Pricing-Algorithmen seien ein schwer angreifbarer Wettbewerbsvorteil.

Auto1 verfüge zudem mit der konzerneigenen Finanzierungsplattform über einen zweiten Burggraben. Mit Asset-Backed-Securities erreiche der Konzern eine günstige Liquidität und belaste die Bilanz kaum.

Der MDAX-Konzern habe das Händlerportfolio um 41 % auf 303 Mio. Euro steigern können. Kundenfinanzierungen hätten um 50 % auf 549 Mio. Euro zugenommen. Der Umsatz sei in 2025 um 30 % auf 8,2 Mrd. Euro gestiegen. Beim bereinigten EBITDA sei ein Plus von 81 % auf knapp 200 Mio. Euro realisiert worden. Börse Online rät mit einem Kursziel von 28 Euro zum Kauf (53 % Potenzial).

Qualitätscheck zur Aktie von Auto1 Group zur Einschätzung, ob die Aktie zum Investieren geeignet ist.


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