Brenntag – Berg- und Talfahrt im Februar und März drängt die Skeptiker aus der Aktie.

Nach einer Berg- und Talfahrt im Februar und März hat die Aktie Brenntag [WKN: A1DAHH, ISIN: DE000A1DAHH0] laut Börse Online (Ausgabe 17/2026) eine beachtliche Trendwende hingelegt. Der Distributor von chemischen Produkten dürfte im Ausverkauf im Februar die meisten Skeptiker verloren und jetzt Anleger im Rücken haben, die die weitere Entwicklung positiv einschätzen.

Distributor chemischer Produkte ist mit einem Anteil in einem stark fragmentierten Markt der globale Marktführer

In einem stark fragmentierten Markt hat Brenntag unter den unabhängigen Händlern einen Marktanteil von rund 5 % inne und gilt damit als weltweit führend. Größte Herausforderung für das Geschäft: Es ist abhängig von der konjunkturellen Lage und dementsprechend zyklisch.

Das Geschäft fußt auf zwei Segmenten. Mit Basischemikalien erreiche Brenntag höhere Deckungsbeiträge, das Spezialchemiegeschäft solle für schnelleres Wachstum sorgen.

Kostensenkungsmaßnahmen sind der Hebel für künftig steigende Gewinne

Der neue Konzernchef Jens Biergersson habe den Fokus auf die Senkung der Kosten gelegt. Bis 2027 wolle der Konzern rund 300 Mio. Euro einsparen und die Kostenbasis angesichts eines Betriebsergebnisses von 1,3 Mrd. Euro signifikant verbessern.

Wie viel Potenzial der eingeleitete Turnaround habe, hänge weitgehend von der Entwicklung in der Branche ab. Ziehe die Konjunktur aber an, verfüge Brenntag dank tieferer Kostenbasis nunmehr über einen höheren Gewinnhebel.

Abgesehen von internen Aktivitäten baue Brenntag das eigene Portfolio durch kontinuierliche Firmenkäufe gezielt aus – auch um die regionale Präsenz zu erweitern. Gerade die schwache Branchenverfassung biete dafür reichlich Chancen. Börse Online rät mit einem Kursziel von 75 Euro zum Kauf (22 % Potenzial).

Qualitätscheck zur Aktie von Brenntag zur Einschätzung, ob die Aktie zum Investieren geeignet ist.


Bildherkunft: Brenntag

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