Bricht Elon Musk die Twitter-Übernahme nun endgültig ab?

Elon Musk warf dem Twitter-Konzern einen Bruch der Bedingungen für die milliardenschwere Übernahme des Kurznachrichtendienstes vor. In einem offenen Brief wendeten sich seine Anwälte am Montag an das Unternehmen und meldeten, dass Twitter sich weigere, die von Musk eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszugeben.

Laut den Bedingungen des Übernahmedeals sei Twitter aber dazu verpflichtet, jegliche Daten und Informationen zu liefern, welche Musk mit Bezug zur Transaktion einfordere. Musk behalte sich alle daraus resultierenden Rechte vor, "einschließlich seines Rechts, die Transaktion nicht zu vollziehen und die Fusionsvereinbarung zu kündigen", so die Anwälte.

Anders als von Twitter dargestellt gelte diese Auskunftspflicht nicht nur für ganz beschränkte Zwecke.

Der Multiunternehmer Musk bezweifelt öffentlich die Angaben von Twitter zur Anzahl von Spambots und Fake-Accounts. Der Chef des Elektroautobauers Tesla hatte sich zuvor mit dem Unternehmen darauf geeinigt, Twitter für rund 54,20 USD je Aktie zu übernehmen. Aktuell handeln die Aktien bei rund 39,50 USD und die Anleger werden zusehends skeptisch, ob der Deal wirklich noch zum Abschluss kommt.


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