Burberry – Modekonzern könnte im 170-jährigen Jahr zum begehrten Übernahmeziel werden.
Auch wenn der Modekonzern Burberry [WKN: 691197, ISIN: GB0031743007] in diesem Jahr das 170-jährige Bestehen feiert, kommt laut Börse Online (Ausgabe 18/2026) bei den Aktionären des unter GenZ-Kunden und in China beliebten Anbieters von Trenchcoats und Schals keine Feierlaune auf, zu sehr habe die Aktie in den letzten drei Jahren an Wert verloren. Frische Übernahmespekulationen könnten das nun ändern.
Umfangreiches Restrukturierungsprogramm soll Burberry Kosten sparen und eine Rückbesinnung auf Kernprodukte einleiten
Auf der Hauptversammlung Mitte Mai dürfe Konzernchef Joshua Schulman den Fokus auf das umfangreiche Restrukturierungsprogramm "Burberry Forward" legen. Elementarer Bestanteil dieses Unterfangens sei neben Kosteneinsparungen die Rückbesinnung auf Kernprodukte wie Trenchcoats, Mäntel und Schals sowie Accessoires.
Im Rahmen dieser Strategie habe Burberry das Großhandelsgeschäft zurückgefahren. Stattdessen solle der eigene Vertrieb über Filialen und E-Commerce gestärkt werden. Die Geschäftszahlen für das Vorjahr dürften bereits erste Anhaltspunkte für den Strategiewechsel bringen.
Während der Umsatz in Europa zuletzt nur stagniert habe und in Nordamerika ein leichtes Plus realisiert worden sei, zeige sich das Geschäft in China und anderen Ländern der Region Asien/Pazifik als derzeitiger Wachstumsmotor.
Wachstumsmotor China und weitere Länder der Region machen Burberry interessant für LVMH und Hermès
Dank des starken Wachstums in Fernost dürfe Burberry mit dem starken Schlussquartal und einem freien Cashflow in Höhe von 165 Mio. GBP die Rückkehr in eine Netto-Cash-Position gelungen sein. Gerade die positive Entwicklung im schwierigen China-Geschäft könnte Burberry für Wettbewerber aus der Luxusgüterbranche interessant machen. Bereits 2024 habe Moncler laut Gerüchten Interesse gezeigt.
Burberry werde mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5 Mrd. Euro moderat bewertet. Ein Konzern wie LVMH könnte mit einer Übernahme eine strategische Lücke mit klassischer Outerwear im Portfolio mit Marken wie Dior, Fendi und Celine schließen.
Eine Übernahme von Burberry durch LVMH dürfte zu Synergien in Bereichen wie Einkauf, Marketing und Eigenbetrieb von Filialen führen. Bei einer Übernahme durch Hermès dürfe Burberry eine passende Ergänzung des bestehenden Sortiments sein. Börse Online rät mit einem Kursziel von 21,40 Euro zum Kauf (58 % Potenzial).

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