Chartanalyse LVMH: Luxusriese trotzt harten Währungseffekten

LVMH (ISIN: FR0000121014) verbuchte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 19,1 Mrd. Euro. Während dies nominal einem Rückgang von 6% entspricht, erzielte der Branchenprimus organisch ein Plus von 1%. Massiver Gegenwind kam von Wechselkurseffekten, die das Ergebnis mit rund 7% belasteten. Zudem dämpfte der Nahost-Konflikt das Wachstum um etwa 1%. Hintergrund der Stabilität ist die starke Diversifikation: Die Sparte Uhren & Schmuck glänzte mit 7% organischem Zuwachs, angeführt von einer starken Nachfrage nach Ikonen bei Tiffany & Co. Regional fingen die Erholung in Asien (+7%) sowie ein robuster US-Markt (+3%) Schwächen im europäischen Tourismusgeschäft auf. Trotz Zyklusnormalisierung untermauert LVMH seine globale Marktführerschaft.

Aus charttechnischer Sicht bewegt sich LVMH in einem übergeordneten Aufwärtstrend. Nach dem Allzeithoch bei rund 905 Euro im Jahr 2023 ging der Luxustitel jedoch in eine mehrjährige Korrektur über und bildete einen intakten Abwärtstrend aus. Solange dieser nicht nachhaltig nach oben durchbrochen wird, drohen weiter fallende Kurse. Allerdings steuerte die Aktie jüngst die Unterstützung bei 440 Euro samt dem 38,2% Fibonacci-Retracement ein zweites Mal an, was das Potenzial für ein bullisches Doppeltief offenbart. Das Bild hellt sich nachhaltig auf, sobald LVMH über 550 Euro ansteigt. Dort bündeln sich der Abwärtstrend und der monatliche GD100. Gelingt der Breakout, winken rasche Kursziele bei 655 Euro, 770 Euro und 1.000 Euro. Bricht die Zone um 400 bis 440 Euro hingegen ein, droht ein schwerer Abverkauf. Erste langfristige Long-Einstiege drängen sich jetzt auf.

Bevorzugtes Szenario: Erster Long-Einstieg.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: LVMH.


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