Chartanalyse Münchener Rück: Rekordgewinn stoppt Tief nicht
Münchener Rück (ISIN: DE0008430026) glänzte im ersten Quartal 2026 mit einem massiven Gewinnsprung um 57% auf 1,71 Mrd. EUR (ca. 1,85 Mrd. USD). Dank historisch niedriger Großschäden sank die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung auf hervorragende 66.8%. Dennoch markierte die Aktie jüngst ein Jahrestief. Der Grund für die Skepsis liegt in den April-Vertragserneuerungen: Bereinigt gingen die Preise um 3.1% zurück, zudem drosselte der Konzern das Volumen defensiv um 18.5%. Belastend wirkten auch Iran-Schäden von rund 90 Mio. USD. Das Management hält zwar eisern am Jahresziel von 6,3 Mrd. EUR fest, doch der weichere Markt bremst die Euphorie.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Aktie der Münchener Rück in einer untergeordneten, mehrmonatigen Korrektur. Obwohl sich bereits ein erster Abwärtstrend etabliert hat, bleibt der übergeordnete, langfristige Aufwärtstrend dank der vorherigen Kursrallye völlig intakt. Die Slow Stochastik signalisiert zwar erste überverkaufte Bedingungen, doch ohne eine echte charttechnische Stabilisierung unterstreicht dies vorerst nur die Dynamik der Bären. Die nächsten Korrekturziele lauten 415 Euro und 380 Euro, wo wichtige Fibonacci-Retracements der Aufwärtswelle warten. Eine weitere, extrem massive Unterstützung liegt bei 325 Euro, verstärkt durch den monatlichen GD100. Strategische Investoren nutzen diese Korrekturziele bereits geschickt aus, um bestehende Investmentpositionen sukzessive und antizyklisch weiter aufzustocken.
Bevorzugtes Szenario: Erste Long-Einstiege bei 415 Euro.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Münchener Rück.
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