Chartanalyse Nike: Der Sportartikelriese kämpft um die Wende

Bevorzugtes Szenario: Bodenbildung abwarten.

Nike (ISIN: US6541061031) präsentierte Ende September 2026 die Zahlen zum ersten Quartal. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 4% auf 11,2 Mrd. USD. Der Gewinn pro Aktie fiel leicht auf 0,48 USD (Vorjahr: 0,49 USD). Der operativ gestützte Free-Cashflow blieb unter Druck, da hohe Marketingkosten für Sportevents die Liquidität belasteten. Der Ausblick fällt verhalten aus: Für das Gesamtjahr wird ein Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Grund für die Schwäche sind anhaltende Nachfrageprobleme in China sowie die schleppende Umstrukturierung im Direktvertrieb. Mit dem Transformationsprogramm "Pace" will der Konzern Gegenwind abfedern.  

Aus charttechnischer Sicht steckt Nike in einem desaströsen Abwärtstrend, der sich weiter beschleunigt. Seit dem Allzeithoch verlor das Papier über 80% an Wert. Zwar signalisiert die Slow Stochastik eine massiv überverkaufte Lage, ohne Bodenbildung spiegelt dies jedoch nur die extreme Abwärtsdynamik wider. Die nächsten Haltelinien warten erst bei 28 USD und 22 USD. Erst ein nachhaltiger Sprung über 39 USD bringt etwas Linderung und eröffnet Raum bis 50 USD – ein echter Turnaround sieht dennoch anders aus. Käufe drängen sich keineswegs auf, da eine verlässliche Bodenbildung fehlt.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Nike.


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