Chartanalyse Nike: Insider‑Käufe, Druck aus China und die Hoffnung auf den Turnaround

Nike (ISIN: US6541061031) steht unter massivem Druck: Umsatzrückgänge in China, sinkende Margen und ein schwächelndes Direktgeschäft belasten den Sportartikelriesen. Im jüngsten Quartal erzielte Nike 12,43 Mrd. USD Umsatz – ein Plus von 1%, das jedoch kaum über die strukturellen Probleme hinwegtäuscht. Der Nettogewinn fiel um fast 33% auf 792 Mio. USD, belastet durch höhere Zölle und schwache Nachfrage in Asien. Gleichzeitig sendet das Management ein bemerkenswertes Signal: CEO Elliott Hill kaufte am 29. Dezember 16.388 Aktien zu je 61,10 USD, ein Investment von rund 1 Mio. USD aus eigener Tasche. Auch Apple‑CEO und Nike‑Direktor Tim Cook investierte kurz zuvor knapp 3 Mio. USD in Nike‑Aktien. Solche konzertierten Insider‑Käufe gelten traditionell als starkes Vertrauenssignal – besonders nach einem Jahr, in dem die Aktie 15,8% verloren hat. Analysten sehen in Hills "Win‑now"-Strategie erste Fortschritte: Nordamerika wächst wieder, während China weiterhin zweistellig schwächelt (‑17%). Dennoch bleibt der Weg zurück zu profitablem Wachstum steinig. Zölle, Konkurrenzdruck und ein angeschlagenes Markenimage erschweren die Trendwende. Doch die Insider‑Käufe könnten ein Wendepunkt sein: Sie zeigen, dass das Top‑Management an die eigene Strategie glaubt – und historisch folgten solchen Käufen oft nachhaltige Erholungen.

Aus charttechnischer Sicht zeigt Nike weiterhin ein angeschlagenes Bild, denn die Aktie befindet sich unverändert in einem mehrjährigen Abwärtstrend. Zwar versucht der Kurs aktuell, sich im Bereich des GD200 (monthly) zu stabilisieren, doch nach den jüngsten Quartalszahlen prallte die Aktie erneut am markanten Widerstand bei 67 USD ab. Solange dieser übergeordnete Abwärtstrend nicht klar und nachhaltig überwunden wird, bleibt das Risiko weiterer übergeordneter Kursrückgänge bestehen. Die nächsten relevanten Unterstützungszonen liegen bei 50 USD und darunter bei 40 USD. Erst dort könnte sich eine stärkere Gegenbewegung entwickeln. Auf der Oberseite gilt: Ein Ausbruch über 67 USD würde das Chartbild erstmals spürbar aufhellen und die Chance auf eine Trendwende erhöhen. Ein wirkliches Turnaround‑Signal entsteht jedoch erst bei einem Anstieg über 80 USD – dem letzten markanten Zwischenhoch innerhalb des Abwärtstrends. In diesem Szenario rücken Kursziele bei 105 USD und anschließend 131 USD, gefolgt von 190 USD in den Fokus. Ich bleibe meinen bestehenden Positionen treu und stocke sukzessive weiter auf.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg über 67 USD.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Nike.


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