Chartanalyse ServiceNow: KI-Beschleunigung sprengt alle Ketten

Der Software-Pionier ServiceNow (ISIN: US81762P1021) hat am 22. April 2026 ein beeindruckendes Zahlenwerk für das erste Quartal vorgelegt. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 22% auf 3,77 Mrd. USD, getrieben durch ein starkes Subskriptionsgeschäft. Besonders überzeugend fiel der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) aus, der mit 0,97 USD um 20% über dem Vorjahreswert lag. Ein absolutes Highlight ist der Free-Cashflow, der mit 1,66 Mrd. USD eine herausragende Marge von 44% erreichte. Hintergrund dieser Rallye ist die rasante Adoption der KI-Suite "Now Assist". Laut CEO Bill McDermott stieg das Ziel für den jährlichen Vertragswert (ACV) in diesem Segment von ursprünglich 1,0 Mrd. USD auf nun 1,5 Mrd. USD für das Jahr 2026. Das Unternehmen profitiert massiv davon, dass Firmen ihre fragmentierten Arbeitsprozesse auf einer zentralen, KI-gesteuerten Plattform bündeln. Während der breite SaaS-Sektor unter Druck stand, konnte ServiceNow durch strategische Zukäufe wie Veza und Armis seine Führungsposition in den Bereichen Sicherheit und Asset-Management weiter ausbauen. Für den Ausblick hob das Management die Prognose für die Subskriptionserlöse auf bis zu 15,77 Mrd. USD an. Mit einer aktuellen RPO (Remaining Performance Obligations) von 27,7 Mrd. USD (+25% zum Vorjahr) sitzt der Konzern auf einem gewaltigen Polster künftiger Einnahmen. Die Story für 2026 ist klar: ServiceNow wandelt sich vom reinen IT-Helfer zum unverzichtbaren Betriebssystem für das KI-Zeitalter.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich ServiceNow innerhalb einer übergeordneten, langfristigen Aufwärtsbewegung. Allerdings ist die Aktie nach Erreichen des letzten Allzeithochs im Jahre 2025 im Bereich von 250 USD in eine scharfe, untergeordnete Korrekturbewegung übergegangen. Im Zuge dieser Korrektur konnte inzwischen die überkaufte Situation in der Slow Stochastik vollständig abgebaut werden. Erste Stabilisierungstendenzen entstehen. Nachhaltige Kaufsignale bleiben bislang jedoch offen. Die Aktie steuerte zuletzt die obere Begrenzung des übergeordneten Unterstützungsbereichs von 81 bis 67 USD an. Diese besteht aus den letzten lokalen Tiefs der vergangenen Jahre in Kombination zum GD150 (monthly). Ich habe erste langfristige Positionen aufgebaut und stocke sukzessive auf. Die Chancen auf eine Stabilisierung in dieser Zone sind gegeben. Das Bild hellt sich allerdings erst nachhaltig auf, wen die Hürde bei 106 USD nachhaltig überwunden wird. Im Anschluss befinden sich die nächsten Kursziele bei 139 USD, gefolgt von 190 und 325 USD.

Bevorzugtes Szenario: Erste langfristige Long-Einstiege

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: ServiceNow.


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