Der Background Check Anbieter Garbo beendet seine Partnerschaft mit der Match Group

Die gemeinnützige Tech-Firma Garbo gab am 17.08.2023 bekannt, dass sie ihre offizielle Partnerschaft mit der Match Group, dem Dating-App-Riesen hinter Tinder, Plenty of Fish, Match und anderen Apps, beendet. Infolgedessen wird Garbo sein Geschäft mit den Verbrauchern einstellen und Match wird seine Hintergrundüberprüfungen in den betroffenen Apps pausieren. Die beiden Unternehmen arbeiteten erstmals im Jahr 2021 zusammen, als Match eine siebenstellige Investition in den Anbieter von Hintergrundprüfungen tätigte, nachdem es eine Reihe von Berichten über Schäden gab, die den Nutzern von Dating-Apps durch Match-eigene Apps entstanden.

Was machte Garbo besonders?

Im März 2022 führte Tinder über das In-App-Sicherheitszentrum Zugang zu Hintergrundüberprüfungen ein, die von Garbo unterstützt werden. Die Nutzer wurden auf die Garbo-Website weitergeleitet, wo sie grundlegende Informationen über ihr Match ausfüllen konnten. Das Unternehmen gab an, dass die Nutzer in der Regel nur den Vornamen und eine Telefonnummer ihres Partners benötigten, um mit der Suche zu beginnen. Garbo zeichnet sich im Vergleich zu anderen Anbietern von Hintergrundüberprüfungen dadurch aus, dass es sich nur auf öffentliche Einträge konzentriert, die Berichte über Gewalt und Missbrauch enthalten, einschließlich Verhaftungen, Verurteilungen, einstweilige Verfügungen, Belästigungen und andere Gewaltverbrechen. Gewaltlose Anklagen, wie Drogenbesitz und allgemeine Strafzettel, ausgenommen Alkohol am Steuer, wurden nicht berücksichtigt.

Warum wurde die Zusammenarbeit beendet?

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge gab es innerhalb der Match Group Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Garbo-Tools funktionieren sollten, sowie Schwierigkeiten, Online-Plattformen dazu zu bringen, für die Dienste zu bezahlen. Der Bericht beziffert die Investition in die Match-Partnerschaft auf 1,5 Mio. USD, um den Hintergrundprüfungsdienst auf den Weg zu bringen.

Bei Tinder, so heißt es in dem Bericht, wollten die Führungskräfte den Profilen, die auf ihren Hintergrund geprüft wurden, spezielle Abzeichen hinzufügen. Garbo war damit nicht einverstanden, da die Berichterstattung über sexuelle Gewalt zu gering ist und ein einfaches Abzeichen kein vollständiges Bild liefert. Garbo hatte auch nicht das Gefühl, dass Tinder das Tool bei den Nutzern vollständig beworben hat.


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