Deutz – Kölner Motorenhersteller erhält Aufwind durch Investitionspakete für Infrastruktur und Rüstung.
Der Motorenhersteller Deutz [WKN: 630500, ISIN: DE0006305006] ist laut Focus Money (Ausgabe 36/2025) aus seiner Lethargie erwacht. Nachdem Verbrenner weitgehend als Auslaufmodell betrachtet worden seien, habe es durch die angekündigten Milliardensummer für Investitionsprogramme der neuen Bundesregierung für Infrastruktur und Verteidigung unter Anlegern ein Umdenken gegeben.
Investitionspakete für Infrastruktur und Rüstung beleben die Deutz-Story
Deutz dürfe als Anbieter von Diesel-, Benzin-, Gas-, Wasserstoff- und auch Elektromotoren von der steigenden Nachfrage nach Baumaschinen und militärischen Fahrzeugen oder Off-Highway-Anwendungen im Allgemeinen profitieren.
Positiv seien zuletzt auch die Halbjahreszahlen ausgefallen. Der Konzernumsatz legte trotz anspruchsvollem Marktumfeld um 15 % auf 1,007 Mrd. Euro zu, auch wenn der Absatz um 9,1 % auf 67.440 Einheiten rückläufig war.
Beim Ergebnis habe Deutz bereits erste Erfolge des "Future Fit" Kostensenkungsprogramms einfahren können. Um mehr als 25 Mio. Euro habe das Ergebnis im 1. Halbjahr davon profitieren können.
Im Auftragseingang spiegelt sich der Aufschwung des Motorenherstellers wider.
Deutlich sichtbar sei der Aufschwung beim Auftragseingang. Gegenüber dem Vorjahr habe das Volumen um 30,1 % auf 1,034 Mrd. Euro zulegen können. Nach einem Auftragsbestand von 365,9 Mio. Euro Ende des 1. Halbjahres 2024 liege der Wert nunmehr bei 490,9 Mio. Euro.
Für das Gesamtjahr erwarte Deutz einen Konzernumsatz zwischen 2,1 und 2,3 Mrd. Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5 und 6 %.
Sensibel reagiere die Aktie von Deutz auf die Nachrichtenlage in der Ukraine. Bei einem möglichen Kriegsende und Wiederaufbau dürfe die Nachfrage nach Infrastrukturinvestitionen und eben auch Motoren für Bau- und Landmaschinen rasant ansteigen.
Weiter wichtig bleibe für Deutz unabhängig von der weiteren Entwicklung des Kriegs in der Ukraine aber das Geschäft mit dem Militär. Inzwischen gebe es einen Konsens, dass die Verteidigungsbereitschaft Europas gestärkt werden müsse. Focus Money rät mit einem Kursziel von 12,10 Euro zum Kauf in Schwächephasen (34 % Potenzial).
Bildherkunft: Deutz AG
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