Elringklinger – Zweistellige Notierungen sind nicht unmöglich, wenn die Kostenmaßnahmen greifen.
Elringklinger [WKN: 785602, ISIN: DE0007856023] leidet laut Börse Online (Ausgabe 35/2025) wie viele Zulieferer unter dem strukturellen Umbruch der Automobilmärkte. Der Konzern habe aber mit Maßnahmen zur Straffung der Produktpalette und einem ehrgeizigen Effizienzprogramm die Hausaufgaben erledigt, um operativ die Trendwende einzuleiten.
Bei den Halbjahreszahlen heißt es, genau hingucken, denn die positiven Details müsse man sich erarbeiten
Auf den ersten Blick hätten die Halbjahreszahlen allerdings keine Besserung erkennen lassen, denn Umsatz und Ertrag hätten deutlich hinter den Vorjahreswerten gelegen. Allerdings müsse man die Zahlen um Währungseffekte und Effekte aus Firmenverkäufen bereinigen.
Klammere man die Sondereffekte aus, dann zeige sich, dass Elringklinger zurück auf dem Wachstumspfad sei. Der Konzern habe sogar stärker wachsen können als die zugrundeliegenden Absatzmärkte.
Nach Abschluss der Kostensenkungsmaßnahmen hat der Konzern ein hohes Überraschungspotenzial
Mit einer um Einmalkosten bereinigten Ergebnismarge von fast 6 % habe Elringklinger nicht nur die Analystenschätzungen, sondern auch die eigene Jahresprognose übertreffen können. Bald dürfe Elringklinger wieder ein ordentliches Plus beim Nettoergebnis realisieren.
Ab dem Geschäftsjahr 2026 dürften die eingeleiteten Kostenmaßnahmen ganzjährig wirken. Bei einem Umsatz von über 1,7 Mrd. Euro und einer Marge von über 6 % könnte Elringklinger spätestens ab 2027 über 1 Euro Gewinn je Aktie erzielen. Mit diesem EPS könne das Unternehmen auch wieder zweistellig notieren. Börse Online rät mit einem Kursziel von 9,75 Euro zum Kauf (107 % Potenzial).
Bildherkunft: Elringklinger
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