Buffett Nachfolger übernimmt bereits Großteil seiner Aufgaben bei Berkshire

Hallo Investoren, Hallo Trader,

Eine der großen Fragen der Berkshire-Aktionäre ist wohl, wie es nach dem Ausstieg von Unternehmenschef Warren Buffett weitergeht. Die Investorenlegende ist inzwischen 92 Jahre alt und hätte seine Rente wohl verdient. Es bleibt abzuwarten, wie die Aktie des Mischkonzerns nach einem Rücktritt des Milliardärs reagieren wird. Doch Buffett hat die Anleger zuletzt beruhigt. Die Nachfolgeregelung sei bereits geklärt. Greg Abel, Mitglied des Verwaltungsrats von Berkshire, soll Buffett eines Tages beerben. Der gebürtige Kanadier hätte bereits die meisten seiner Aufgaben beim Konzern übernommen, erklärte Buffett jüngst. Er mache bereits die ganze Arbeit, so der Berkshire-Chef in einem CNBC-Interview vergangenen Mittwoch.  

Berkshire baut seine Japaninvestments weiter aus

Berkshire hatte zuletzt die Beteiligungen an fünf japanischen Handelsfirmen weiter ausgebaut. Die Japaninvestitionen könnten künftig noch weiter ansteigen, erklärte Buffett zuletzt in einem Interview. Im Coronajahr 2020 hatte der Investor die Anleger mit einem großen Japaninvestment überrascht. Mit seinem Investmentvehikel Berkshire hatte er für über 6 Mrd. USD Anteile von Handelsfirmen wie Mitsubishi, Mitsui oder Sumitomo gekauft. Erst vergangenes Jahr hat der Konzern seine Anteile bei den Firmen auf mehr als 6 % ausgebaut. Nun soll die nächste Aufstockung folgen.

Anleger finden Geschäfte der japanischen Konzerne zu komplex

In einem Interview gegenüber der japanischen Tageszeitung Nikkei sagte Buffett, dass die fünf Unternehmen nicht nur einen Querschnitt Japans darstellen würden, sondern von der gesamten Welt. Er fügte hinzu, dass die Unternehmen Berkshire sehr ähnlich seien. Doch nicht alle Anleger sind von den japanischen Firmen begeistert. Die Geschäfte werden als zu komplex empfunden, um sie zu verstehen. Die Konzerne sind in verschiedenen Branchen tätig, und im Wesentlichen handelt es sich um diversifizierte Investmentgesellschaften. Von Energie und Materialien bis Gesundheitswesen und Lebensmitteln.

TSMC-Anteil auch aufgrund geopolitischer Spannungen reduziert

Die Beteiligung am taiwanesischen Chiphersteller TSMC hatte Buffett zuletzt deutlich reduziert. Der Anteil wurde um 85 % verringert. Dabei hätten auch die geopolitischen Spannungen eine Rolle gespielt. Das Kapital könne Berkshire besser einsetzen, so Buffett gegenüber Nikkei.

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche.

Bis zum nächsten Mal,

Luca Bißmaier


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