Salesforce: Gespräche zum Kauf von Informatica scheitern



Die Gespräche zwischen Salesforce (NYSE: CRM) und Informatica sind gescheitert, nachdem sich die Unternehmen nicht auf die Übernahmebedingungen einigen konnten. Das "Wall Street Journal” berichtete Anfang April 2024, dass Salesforce Gespräche über einen Kauf der in Redwood City, Kalifornien, ansässigen Firma geführt habe, der in der Nähe von 10 Mrd. USD hätte liegen können. Es wäre einer der größten Zukäufe von Salesforce gewesen. Sowohl die CRM- als auch die Informatica-Aktien sind deutlich nach diesem Bericht gefallen.


Salesforce hatte einen Preis pro Aktie für Informatica im mittleren 30-USD-Bereich diskutiert. CRM war bereits nach einem Aufstand der Aktionäre über seine Akquisitionsstrategie u. a. stark eingeschränkt worden. Eine Gruppe von mindestens fünf aktivistischen Investoren fiel im Jahr 2023 über das Unternehmen her. Um die Aktivisten zu besänftigen, löste Salesforce ein Gremium auf, das sich auf Fusionen und Übernahmen konzentrierte, und verlagerte seinen Fokus auf die Verbesserung der Rentabilität.

Es gab auch Bedenken, dass Salesforce einige seiner Produktlinien duplizieren würde, wenn es Informatica absorbieren würde.

Hartnäckiger Inflationsdruck sorgt dafür, dass sich Übernahmen in Grenzen halten

Informatica hilft Unternehmenskunden, ihre Daten über Cloud- und lokale Systeme zu verwalten, wodurch Organisationen in die Lage versetzt werden, die von ihnen gesammelten Daten besser zu analysieren. Zu den Partnern zählen Konzerne wie Unilever, Toyota und Deloitte. Die Private-Equity-Firma Permira und der kanadische Pensionsfonds Investment Board übernahmen Informatica in einer Transaktion im Wert von 5,3 Mrd. USD, nachdem das Unternehmen etwa 15 Jahre lang an der Börse notiert war. Informatica ging im Jahr 2021 erneut an die Börse.

Ein Deal für Informatica wäre seit dem rund 28 Mrd. USD teuren Erwerb der Firma Slack im Jahr 2021 der größte von Salesforce gewesen. Der Markt für Akquisitionen ist in den USA in diesem Jahr zwar besser gestartet, aber es gibt immer noch Faktoren, die Käufer zurückhalten. Hartnäckiger Inflationsdruck hielt im März 2024 an und er macht es unwahrscheinlich, dass die amerikanische Notenbank bald mit der Zinssenkung beginnen wird.



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