RWE – Gewinnrückgang in den kommenden beiden Jahren und damit einhergehende Korrektur der Prognose dürfe längst eingepreist sein

Die Rally des DAX in diesem Jahr mit einem Plus von rund 7 % sei laut Focus Money (Ausgabe 13/2024) am Stromversorger RWE [WKN: 703712, ISIN: DE0007037129] komplett vorbeigegangen. Der DAX-Titel notiere stattdessen seit Jahresbeginn mehr als 20 % im Minus. Ein Grund dafür sei der zuletzt enttäuschend ausgefallene Ausblick auf die Gewinnentwicklung für das laufende Geschäftsjahr.

Vielleicht sei die Enttäuschung der Marktteilnehmer auch deshalb so groß, weil RWE-Chef Markus Krebber erst im November die Erwartungen nach oben geschraubt hatte. Krebber habe im November davon gesprochen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zu 2021 bis zum Jahr 2030 um jährlich 14 % im Schnitt steigern zu wollen.

Rechnerisch hätte damit das EBITDA im laufenden Geschäftsjahr auf 5,2 bis 5,8 Mrd. Euro steigen sollen. Doch nun sei die kalte Dusche erfolgt: Stattdessen erwarte RWE nur ein operatives Ergebnis am unteren Ende der in Aussicht gestellten Spanne. Als Grund für diese Korrektur der Prognose nach unten seien gesunkene Energiepreise an den europäischen Großhandelsmärkten angegeben worden.

Somit sei eine Umkehr bei dem Ärgernis für die Verbraucher, den stark gestiegenen Strom- und Gaspreisen, zu beobachten gewesen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr habe RWE dank des Preisanstiegs noch hervorragend verdient und den operativen Gewinn im Kerngeschäft von knapp 5,6 auf nahezu 7,7 Mrd. Euro zu steigern gewusst.

Unter dem Kerngeschäft verstehe RWE die Bereiche Onshore/Wind und Wasser/Biomasse/Gas sowie den Energiehandel. Das Geschäft mit der Stromerzeugung aus Kohle und Kernkraft nehme mit rund 8 % am gesamten Konzernumsatz nur noch eine untergeordnete Rolle ein. Wie im Vorjahr werde RWE auch künftig den Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus dem Bereich Onshore/Wind weiter vorantreiben.

Da der Rückgang der Strom- und Gaspreise und der damit einhergehende Gewinnrückgang je Aktie in den kommenden zwei Jahren inzwischen im Kurs eingepreist sein müssten, rät Focus Money mit einem Kursziel von 40 Euro zum Kauf des DAX-Wertes (30 % Potenzial).

Quelle: Qualitäts-Check TraderFox

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Bildherkunft: RWE

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