Credo: 154 % Umsatzwachstum durch KI-Rechenzentrumsboom

Die Aktie des Netzwerkausrüsters Credo Technology (NASDAQ: CRDO) hat nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2025 an Dynamik gewonnen. Das Unternehmen erzielte einen Rekordumsatz von 135 Mio. USD, was einem Anstieg von 87 % gegenüber dem Vorquartal und einem Wachstum von 154 % im Jahresvergleich entspricht. Die starken Zahlen sind maßgeblich auf die gestiegene Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Rechenzentren zurückzuführen, insbesondere durch einen großen Hyperscaler-Kunden.

CEO Bill Brennan kommentierte den Erfolg: "Wir haben das erwartete Wachstum erreicht, insbesondere durch die Skalierung von KI-Plattformen unseres größten Hyperscaler-Kunden. Darüber hinaus gewinnen unsere innovativen Lösungen zur Datenvernetzung zunehmend an Bedeutung, da die Anforderungen an Leistung, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz steigen."

 

Technologische Innovationen treiben die Aktie an

Credo setzt auf eine dreistufige Innovationsstrategie:

SerDes-Technologie: Die serielle Datenübertragungslösungen (SerDes) des Unternehmens sind speziell darauf ausgelegt, Bandbreitenherausforderungen zu meistern und Geschwindigkeiten von bis zu 200 Gigabit pro Sekunde pro Lane mit hoher Energieeffizienz zu bieten.

Integrierte Schaltungen (ICs): Produkte wie Retimer, digitale Signalprozessoren (DSPs) und Chiplets sorgen für eine optimale Kombination aus Leistung, Energieverbrauch und Kosten.

Systemlösungen: Credo hat die Kategorie der Active Electrical Cables (AECs) mitgeprägt und positioniert sich als führend in diesem Segment, das in Rechenzentren zunehmend als Alternative zu optischen Verbindungen genutzt wird.

 

Erweiterung in den PCIe-Markt bringt weiteres Wachstumspotenzial

Neben Ethernet-Lösungen plant Credo eine Expansion in den Markt für PCIe-Verbindungen. Das Unternehmen wird auf der Nvidia GTC-Messe seine neuesten Gen6-PCIe AECs vorstellen. Diese Produkte sind für den rasant wachsenden Bedarf an Hochgeschwindigkeitsverbindungen in KI-Clustersystemen ausgelegt und sollen bereits in den kommenden Quartalen erste Design-Wins erzielen. Analysten sehen hier weiteres Kurspotenzial für die Credo-Aktie.

 

Solide finanzielle Performance bestätigt Optimismus der Investoren

CFO Dan Fleming präsentierte ebenfalls beeindruckende Finanzkennzahlen:

•  Bruttomarge (non-GAAP): 63,8 % (Erwartung: 62,5 %)

  •  Operatives Ergebnis: 42,4 Mio. USD (31,4 % Marge) (Erwartung: 40 Mio. USD)

  •  Nettoergebnis (non-GAAP): 45,4 Mio. USD (33,6 % Marge) (Erwartung: 43 Mio. USD Marge)

Die starke operative Performance führt Credo auf Skaleneffekte und einen optimierten Produktmix zurück. Der Umsatz mit AECs wuchs dabei im dreistelligen Prozentbereich. Investoren honorierten diese Zahlen mit einem Anstieg der Aktie, während Analysten das Unternehmen als klaren Profiteur der KI-Rechenzentrumswelle sehen.

 

Blick in die Zukunft: Aktie mit weiterem Kurspotenzial?

Für das vierte Quartal erwartet Credo einen weiteren Umsatzanstieg auf 155 bis 165 Mio. USD und ein anhaltend hohes Margenniveau. "Wir befinden uns erst am Anfang einer langfristigen Wachstumsphase, angetrieben durch den Ausbau von KI-Rechenzentren", so Brennan.

Mit der fortschreitenden Diversifizierung seiner Kundenbasis – aktuell sind bereits drei Hyperscaler in der Produktion, zwei weitere befinden sich in der Qualifikation – sieht sich Credo gut gerüstet, um weiterhin von der KI-gestützten Transformation von Rechenzentren zu profitieren.

Analysten sehen weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial und setzen ein durchschnittliches Kursziel von 85,80 USD an – etwa 50 % über dem aktuellen Kurs. Damit bleibt die Credo-Aktie besonders attraktiv für Anleger, die auf den anhaltenden Boom von KI-Rechenzentren und den langfristigen Ausbau der digitalen Infrastruktur setzen.


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