Gemini und Claude holen im KI-Wettbewerb weiter auf
Die Konkurrenz im Markt für KI-Chatbots nimmt weiter zu. Laut einer aktuellen Umfrage der Investmentbank BNP Paribas gewinnen Googles KI-Assistent Gemini sowie das Modell Claude des Start-ups Anthropic zunehmend Marktanteile von OpenAIs ChatGPT. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Wettbewerb im Bereich generativer KI deutlich intensiviert und Nutzer verstärkt zwischen verschiedenen Plattformen wechseln.
Gemini steigert Reichweite und Nutzerbasis
Besonders Gemini konnte zuletzt an Dynamik gewinnen. Laut der BNP-Erhebung stieg der Anteil der Website-Besuche auf rund 26 %, nachdem dieser im Januar noch unter 25 % gelegen hatte. Auch bei den durchschnittlichen monatlichen aktiven Nutzern konnte das Modell leicht zulegen. Damit positioniert sich Google zunehmend stärker im Wettbewerb mit OpenAI und versucht, seine KI stärker in bestehende Produkte wie Suche und Cloud-Dienste zu integrieren.
Auch Claude gewinnt an Aufmerksamkeit
Parallel dazu verzeichnet auch Anthropics Modell Claude einen spürbaren Anstieg der Nutzung. Der Anteil der Website-Besuche sowie der aktiven Nutzer stieg laut der Umfrage deutlich gegenüber dem Jahresbeginn. Besonders auf Apples iOS-Plattform konnte die App zuletzt mehr Downloads verbuchen. Beobachter führen dies unter anderem auf die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit rund um das Unternehmen sowie regulatorische Diskussionen in den USA zurück.
KI wird vor allem für Recherche und Schreiben genutzt
Die Umfrage zeigt außerdem, dass generative KI bislang vor allem für Aufgaben wie Recherche, Textentwürfe oder Informationszusammenfassungen eingesetzt wird. Komplexere oder transaktionsnahe Anwendungen spielen im Alltag vieler Nutzer noch eine geringere Rolle. Fast ein Drittel der Befragten gab an, noch nie eine Kaufentscheidung mithilfe von KI getroffen zu haben.
Vertrauen bleibt eine zentrale Hürde
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Vertrauen in KI-Ergebnisse. Rund 60 % der Nutzer gaben an, die Antworten von Chatbots regelmäßig zusätzlich zu überprüfen. Häufig erfolgt diese Verifikation über klassische Suchmaschinen oder andere Informationsquellen. Mehr als ein Drittel der Befragten äußerte zudem Sorgen über mögliche Fehlinformationen, was zeigt, dass die Glaubwürdigkeit von KI-Systemen weiterhin ein entscheidender Faktor für deren langfristige Nutzung bleibt.

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