Gerüchte über Deal mit Google: CoreWeave gewinnt an Gewicht
Der junge KI-Infrastrukturanbieter CoreWeave gewinnt weiter an Bedeutung: Laut einem Bericht von The Informationbefindet sich der Konzern in fortgeschrittenen Gesprächen mit Google, um diesem Zugang zu den neuesten Blackwell-GPUs von Nvidia zu verschaffen. Diese Chips gelten als essenziell für moderne KI-Anwendungen und sind derzeit weltweit heiß begehrt.
Für CoreWeave ist es eine strategisch bedeutende Entwicklung – und ein Signal an den Markt, dass das Unternehmen zu einem zentralen Player im Kampf um Rechenleistung werden könnte.
Nvidias Chips als Engpass – auch für Google
Trotz seiner Rolle als einer der größten Kunden Nvidias ist Google offenbar nicht in der Lage, den steigenden Bedarf an Hochleistungs-GPUs vollständig aus eigenen Ressourcen zu decken. Das zeigt: Selbst Techgiganten geraten an ihre Kapazitätsgrenzen, wenn es um die rasant wachsende Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz geht.
CoreWeave könnte hier zum entscheidenden Partner werden. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, hochskalierbare Rechenzentren gezielt für KI-Workloads aufzubauen – schneller und flexibler als klassische Hyperscaler wie AWS oder Azure.
TPUs von Google könnten ebenfalls bei CoreWeave laufen
Neben den Gesprächen über den Zugang zu Nvidia-Chips diskutieren Google und CoreWeave laut dem Bericht auch eine weitere Partnerschaft: Google könnte künftig eigene Tensor Processing Units (TPUs) – also spezialisierte KI-Chips aus dem eigenen Haus – in CoreWeaves Rechenzentren unterbringen.
Das wäre ein bemerkenswerter Schritt, da Google damit Infrastruktur bei einem externen Anbieter nutzt, statt nur auf die eigene Cloudplattform zu setzen – ein weiteres Indiz für den zunehmenden Druck im KI-Markt.
Technologische Anerkennung: Besser als AWS und Azure?
Für besonderes Aufsehen sorgte eine Analyse des renommierten Marktforschungsunternehmens SemiAnalysis:
Im Rahmen des sogenannten ClusterMAX-Ratings wurde CoreWeave als einziger Anbieter in die höchste Kategorie "Platinum Tier" eingestuft – und damit noch vor Branchengrößen wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud.
Bewertet wurden GPU-Cloudanbieter anhand von Kriterien wie Verfügbarkeit, Netzwerkleistung, technologische Spezialisierung und Bedienbarkeit für KI-Workloads.
Branche am Limit: xAI, OpenAI & Co. fordern mehr GPUs
Nachdem der Börsengang von CoreWeave in der vergangenen Woche mit einem Ausgabepreis von 40 USD eher verhalten aufgenommen wurde, hat sich das Blatt nun gewendet. Innerhalb weniger Tage kletterte die CoreWeave-Aktie auf über 60 USD – ein Plus von mehr als 50 %. Allein am Mittwoch legte sie um 14 % zu, bevor sie nachbörslich infolge von Trumps Zollentscheidung um 10 % nachgab.
In den letzten Tagen haben auch xAI (Elon Musks KI-Start-up) und OpenAI öffentlich erklärt, dass sie dringend zusätzliche GPU-Ressourcen benötigen. Der globale Run auf Nvidia-Hardware setzt sich ungebremst fort – das Angebot kann nicht mit der Nachfrage Schritt halten.
CoreWeave befindet sich damit in einer Schlüsselrolle: Als enger Nvidia-Partner mit Zugriff auf modernste Chips und einer Infrastruktur, die speziell für KI ausgelegt ist, profitiert das Unternehmen direkt vom Engpass anderer.
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