Chartanalyse Palantir: Liefert die 40-Wochenlinie das Signal für das Long-Szenario?
Hallo Trader und Investoren,
heute sehen wir uns die Aktie von Palantir an. Das Softwareunternehmen ist mit über 360 Mrd. USD an der Börse bewertet.
Palantir ist aktuell eines der spannendsten Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz und Big Data. Die Aktie versucht gerade eine Bodenbildung nach der Korrektur vom Rekordhoch bei 207 USD. Aktuell notiert das Papier knapp unter der 40-Wochenlinie (aktuell 164 USD). Historisch gesehen diente diese oft als Sprungbrett. Ein nachhaltiges Überwinden wäre ein Stärkesignal. Hürden liegen bei 165 und 188 USD. Erst wenn diese Marken per Wochenschlusskurs zurückerobert werden, ist der Weg zum Rekordhoch und darüber hinaus wieder frei. Die Zone zwischen 125 und 147 USD ist der entscheidende Auffangbereich. Das MACD-Histogramm ist im negativen Terrain, zeigt aber erste Anzeichen einer Bodenbildung (die roten Balken werden kürzer). Der Slow Stochastik-Indikator hat bereits nach oben gedreht. Dies zeigt, dass die überverkaufte Situation bereinigt wird und frisches Momentum entstehen könnte.
Bevorzugtes Szenario: Long-Einstieg über 165 USD, SL unter 125 USD.

Palantir hat im letzten Quartalsbericht die Erwartungen massiv übertroffen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 70 % auf 1,41 Mrd. USD. Neben der militärischen Dominanz profitiert treibt vor allem die "Artificial Intelligence Platform" das US-Kommerzgeschäft voran, welches zuletzt um über 130 % wuchs. Das Management erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz von 7,2 Mrd. USD. Das entspricht einem prognostizierten Wachstum von etwa 61 %. Mit einem erwarteten KGV im dreistelligen Bereich und einem hohen Kurs-Umsatz-Verhältnis bleibt die Aktie teuer. Charttechnisch befindet sich Palantir an einem Scheideweg. Die Aktie kämpft um die 40-Wochenlinie. Fundamental ist das Unternehmen so stark wie nie zuvor, doch die hohe Bewertung führt bei kleinsten Marktunsicherheiten zu Volatilität.
Kommentare
Kunden unserer Börsenmagazine können Artikel kommentieren, Rückfragen an die Autoren stellen und mit anderen Börsianern darüber diskutieren!