Chartanalyse Alphabet: KI-Spritztour belaste Cashflow
Bevorzugtes Szenario: Abwarten.
Im Q3 2026 kletterte der Umsatz von Alphabet (ISIN: US02079K3059) um 25% ggü. Vorjahr auf 127,58 Mrd. USD, angetrieben von einer Verdopplung der Google-Cloud-Erlöse (+103% auf 30,7 Mrd. USD) und hoher Gemini-Kundenakzeptanz. Massive Investitionen in Rechenzentren (Capex: 51,36 Mrd. USD) drückten jedoch den Gewinn pro Aktie auf 2,12 USD (Vorjahr: 2,87 USD, bereinigt: 2,67 USD). Der Free-Cashflow kippte drastisch ins Minus auf -9,07 Mrd. USD. Treiber bleiben die KI-Monetarisierung und Cloud-Backlogs, während hohe Infrastrukturkosten den Ausblick für 2027 belasten.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich die Alphabet-Aktie nach einer langjährigen Aufwärtsbewegung in einer Konsolidierung unterhalb des jüngsten Allzeithochs. Es kristallisierte sich eine erste Abwärtstrendlinie heraus. Zuletzt fiel der Kurs unter die Notierung von 256 Euro zurück. Das bevorzugte Szenario deutet nun auf eine Fortsetzung der Korrektur hin: Ein Rutsch unter die Zwischenunterstützung bei 240 Euro würde weiteres Abwärtspotenzial freisetzen und die Tür für einen Rücksetzer in Richtung der Unterstützung bei 190 Euro öffnen. Anstiege des Handelsvolumens bei der jüngsten Abwärtsbewegung unterstreichen den Abgabedruck. Die Slow Stochastik dreht aus der überverkauften Zone, was kurzfristig für eine Stabilisierung sprechen könnte.

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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Alphabet.
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