Tesla beginnt seinen autonomen Robotaxi-Dienst in Austin diesen Sommer! Kampf gegen Waymo und Uber startet!

Noch in diesem Jahr soll es auch bei Tesla (TSLA) losgehen. Die Firma von Elon Musk startet im Juni 2025 mit seinem eigenen autonomen Robotaxi-Service in Austin, Texas, und nimmt dann den Kampf im Ride-Hailing-Geschäft gegen Alphabets (GOOG/GOOGL) Waymo und der Mitfahr-App von Uber Technologies (UBER) auf, die ebenfalls dort ihre Geschäfte mit ihren Fahrdiensten machen wollen.

Tesla startet seinen autonomen Fahrdienst an der Firmenzentrale in Austin

Tesla hat sich für Austin entschieden, da es dort gestattet ist, autonome Fahrzeuge mit Zulassung und Versicherung ohne zusätzliche Sondergenehmigung fahren zu lassen und zu betreiben. Hinzu kommt, dass Tesla im Jahre 2021 seinen Hauptfirmensitz von Palo Alto, Kalifornien, nach Austin verlegt hat und dort seine riesige Gigafactory errichtet hat. Das Werk produziert Elektrofahrzeuge vom Modelltyp Y für den Osten der Vereinigten Staaten und ist das Hauptwerk seines futuristischen Cybertrucks. Insgesamt beschäftigt man dort über 20.000 Mitarbeiter und die Anlage gilt als zweitgrößte Fabrik nach Boeings Gebäude in Everett, nördlich von Seattle, das mehr als 30.000 Arbeiter hat.

Unbeaufsichtigte vollautonome Fahrten von Tesla ab Juni 2025 in Austin

Das kameragesteuerte Fahrerassistenzprodukt Full Self-Driving FSD und das Autopilot Angebot von Tesla waren bisher nur darauf ausgelegt, dass ein voll aufmerksamer Fahrer die Hände am Lenkrad hat und im Falle von Problemen die Kontrolle übernehmen kann. Ab Juni 2025 soll nun aber auch die unbeaufsichtigte, vollautonome Technologie des Unternehmens zum ersten Mal zum Einsatz kommen und ohne menschlichen Fahrer in Austin gestartet werden. Der kommerzielle Robotaxi-Service soll aus einer Teslaeigenen Flotte, wahrscheinlich Model 3 und Model Y, bestehen. Stadtbesucher und Touristen können eine autonome Fahrt über eine mobile App bestellen. Die Fahrzeuge werden an ausgewiesenen Bereichen parken, um die Kunden bequem abzuholen. Tesla wird mit einer geringen Anzahl an Robotaxis starten und alles schrittweise einführen, Sicherheitsprobleme überwachen und mit den örtlichen Beamten und Ersthelfern zusammenarbeiten. Insbesondere das gefahrlose Verhalten in Schulbereichen, die Verkehrsregelungen bei Sonderveranstaltungen und der störungsfreie Einsatz von Feuerwehr und Polizei hat beim Verkehrs- und Bauamt die höchste Priorität.

Zahlreiche einheimische und chinesische Unternehmen drängen in den Markt

Austin ist eine Hochburg und beliebte Stadt bei den meisten Unternehmen mit Plänen für einen Robotaxi-Dienst. Einer der größten Konkurrenten für Tesla wird Alphabets Waymo One, die bereits in Phoenix, San Francisco und Los Angeles im Betrieb sind und ebenfalls nach Austin, Atlanta und Miami expandieren möchten. Amazons Zoo, Lyft und Uber Technologies mit seinen menschlichen Fahrern haben sich ebenfalls durch starke Partnerschaften aufgemacht, eine wichtige Rolle bei den Robotaxi-Diensten in den USA zu spielen. Weltweit haben auch chinesische Unternehmen wie Baidu mit ihrer Apollo Go oder BYD Company auf sich aufmerksam gemacht. Der chinesische Marktführer BYD möchte seine KI-Funktionen namens God’s Eye zukünftig sogar kostenlos ohne Mehrpreis in alle Modelle integrieren. Der Testlauf in Austin wird also entscheidend sein für Tesla, um im autonomen Rennen vorne mitzumischen und seine angestrebte landesweite Einführung bis Ende 2026 zu schaffen.

Vorerst keine Zusammenarbeit mit Uber

Der CEO von Uber Technologies, Dara Khosrowshahi, hatte laut eigenen Aussagen auf einer Konferenz in Miami am Wochenende bereits Gespräche mit Tesla über eine mögliche Partnerschaft geführt, doch Elon Musk hat es bisher immer abgelehnt, gemeinsame Sache zu machen. Tesla möchte nicht von der bisherigen Reichweite von Uber profitieren und versucht sich eine eigene Plattform aufzubauen. Uber konnte sich jedoch mit Waymo zusammenschließen und wird ab 2025 die Dienste gemeinsam und ausschließlich über seine Uber-App anbieten. Doch auch die anfängliche Absage durch Tesla entmutigt Uber nicht und man wird eine Zusammenarbeit in Zukunft nicht ausschließen, sollte es sich Tesla doch anders überlegen. Selbstfahrende Taxis können eine Billionen-Dollar-Marktchance sein und die Art und Weise verändern, wie Menschen mit dem persönlichen Transport umgehen.

Tesla blieb bei den jüngste Auslieferungszahlen hinter den Erwartungen zurück

Zuletzt musste sich Tesla den wachsenden Ängsten hinsichtlich der Auslieferungszahlen stellen und man geht davon aus, dass man im 1. Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben wird. Die Wall Street rechnet mit 422.000 Fahrzeugen. Im 4. Quartal blieb man mit 495.570 ausgelieferten Fahrzeugen hinter den Schätzungen von 512.000 zurück. Aktuell ist Elon Musk immer mehr in Regierungsaktivitäten involviert und kann sich nicht mehr intensiv um die Probleme bei Tesla und seinen anderen Firmen wie SpaceX und xAI kümmern. Starke Absatzzahlen seitens der chinesischen Elektroautobauer und eine erneute Rückrufaktion von mehr als 375.000 Fahrzeugen der Modelle 3 und Y wegen möglicher defekter Servolenkung belasten das Geschäft weiter.

Der Autor Andreas Wimbauer ist in folgende Werte investiert: Alphabet, Uber Technologies


Bildherkunft: AdobeStock_380919582